Ogier: „Habe zwei Möglichkeiten“

Noch immer hat Sebastien Ogier kein neues Cockpit für die Saison 2017 und die Zeit bis zur Rallye Monte Carlo wird knapp. Jetzt soll möglichst schnell eine Entscheidung fallen und der Weltmeister stellt klar: Konkurrenzfähigkeit geht vor Fahrergehalt.

2. Dezember 2016

Michael Heimrich

Ogier: „Habe zwei Möglichkeiten“

Sebastien Ogier hatte die Lacher auf seiner Seite. Als Mercedes-Teamchef Toto Wolff während der Pressekonferenz im Vorfeld der FIA-Gala gefragt wurde, wer als Ersatz für den plötzlich zurückgetretenen Formel1-Weltmeister Nico Rosberg in Frage käme, hebt Ogier plötzlich die Hand und signalisiert seine Bereitschaft. Wolff spielte den Ball gekonnt zurück: „Da haben wir ja eine komplett neue und starke Alternative.“ Ogier grinste: „Das wird noch ein interessanter Abend.“
Ansonsten ist ihm weniger zum Lachen zu Mute. Noch immer ist nicht klar, was Ogier im nächsten Jahr machen wird. „Ich kann im Moment nicht zu 100 Prozent garantieren, dass ich beim Auftakt in Monte Carlo dabei bin“, sagte der Franzose.


In der Vorwoche testete er zunächst den Yaris WRC, anschließend den Fiesta WRC. Seine Begeisterung hielt sich beim Toyota deutlich in Grenzen, dem Ford bescheinigte er „ein gutes Auto zu sein.“ Damit bleibt M-Sport in der engeren Wahl. Weil Ogier aber offen von zwei Möglichkeiten spricht, scheint das letzte Wort in Sachen Citroën noch nicht gesprochen zu sein. Dort verhält man sich auffällig unauffällig. Teamchef Yves Matton hatte unlängst erklärt, dass er einen Anruf von Ogier entgegennehmen werde, aber man bei der Fahrerwahl keine Veränderungen vornehmen will. Ein Ausweg für beiden Seite wäre ein viertes Auto, doch dafür benötigt es zusätzliches Budget. „Ich hätte gerne alles in dieser Woche geklärt“, meinte Ogier. „Aber es wird noch ein wenig dauern.“
Ein Punkt ist ihm dabei am wichtigsten: Welches der beiden zur Verfügung stehenden Teams kann ihm ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung stellen? „Das ist entscheidend für meine Motivation. Ich will die bestmögliche Mannschaft und Auto haben“, betonte Ogier, der im Zweifelsfall auch Abstriche beim Fahrergehalt machen würde. „Geld ist weniger wichtig als Konkurrenzfähigkeit.“

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