Doppelführung für Hyundai nach dem Freitagvormittag auf Sardinien. Adrien Fourmaux gewann die erste Prüfung des Tages und übernahm wenig später die Führung, nachdem sich Sebastien Ogier einen Reifenschaden eingefangen hatte.
Der Toyota-Pilot traf auf der dritten Wertungsprüfung eine grobe Kante in einem rauen Asphaltabschnitt und beschädigte dabei den rechten Vorderreifen. Bis ins Ziel verlor er 26,2 Sekunden und fiel bis auf Rang acht zurück. „Es ist eine Schande, dass die Weltmeisterschaft sich mit so etwas auseinandersetzen muss“, schüttelte Ogier entnervt den Kopf.
Thierry Neuville konnte zwar die Bestzeit setzen, aber anschließend nicht nachlegen, sodass Fourmaux seinen Vorsprung auf den Teamkollegen auf 4,6 Sekunden ausbauen konnte.
Solberg setzt Evans unter Druck
Im Titelkampf bleibt Elfyn Evans weiter in der besten Ausgangsposition, doch der Waliser verlor auf den Prüfungen beim Kehren der Straße deutlich Zeit. Mit 24,9 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit liegt er aktuell auf Rang sechs.
Oliver Solberg setzte dagegen ein Ausrufezeichen. Trotz seiner frühen Startposition gewann er die vierte Prüfung und zog damit an Sami Pajari vorbei auf Rang drei. Der Schwede liegt nun 3,5 Sekunden hinter Neuville.
Pajari liegt 2,6 Sekunden hinter Solberg auf Rang vier. „Mehr können wir nicht tun“, sagte der Finne. „Zumindest sind wir schneller als Elfyn, aber ich habe Sorge, dass es nicht reicht.“
Reifenschäden treffen mehrere Fahrer
Auch andere Fahrer erwischte es am Freitagvormittag. Takamoto Katsuta (Toyota) musste auf der vierten Prüfung anhalten und ein Rad wechseln. Dasselbe passierte Jon Armstrong (Ford) und Martins Sesks (Ford). Alle drei fielen dadurch aus den Top 10.
Für Dani Sordo (Hyundai) setzte sich ein ohnehin schwieriges Wochenende fort. Nach seinem Ausrutscher im Shakedown, einer Zeitstrafe wegen verspäteten Auscheckens aus dem Service und einem Frühstart auf der Auftaktprüfung kam auf dritten Prüfung ein weiterer Reifenschaden hinzu.
Sordo verlor rund vier Minuten und geriet anschließend auch noch in den Staub von Robert Virves (Skoda). „Im Moment läuft einfach nichts zusammen“, sagte der Spanier. „Wir müssen trotzdem weiterkämpfen.“
Josh McErlean ist als Siebter bester M-Sport-Pilot. In der WRC2 führt Teemu Suninen (Toyota), während der bereits als Champion feststehende Robert Virves nach einem Radwechsel auf der vierten Prüfung vorerst aus dem Kampf um den Klassensieg gefallen ist.
Zwischenstand nach WP 4 von 17
| 1. | Adrien Fourmaux / Alexandre Coria | Hyundai i20 N Rally1 | 44:00.0 |
| 2. | Thierry Neuville / Martijn Wydaeghe | Hyundai i20 N Rally1 | +4.6 |
| 3. | Oliver Solberg / Elliott Edmondson | Toyota GR Yaris Rally1 | +8.1 |
| 4. | Sami Pajari / Marko Salminen | Toyota GR Yaris Rally1 | +10.7 |
| 5. | Sebastien Ogier / Vincent Landais | Toyota GR Yaris Rally1 | +23.0 |
| 6. | Elfyn Evans / Scott Martin | Toyota GR Yaris Rally1 | +24.9 |
| 7. | Josh McErlean / Eoin Treacy | Ford Puma Rally1 | +33.9 |
| 8. | Teemu Suninen / Janni Hussi | Toyota GR Yaris Rally2 | +1:48.4 |
| 9. | Emil Lindholm / Gabriel Morales | Skoda Fabia RS Rally2 | +1:55.5 |
| 10. | Gus Greensmith / Jonas Andersson | Toyota GR Yaris Rally2 | +1:56.5 |
