Neuville: „Lektion gelernt“

Eine Halskrause und eine Lektion nimmt Thierry Neuville aus Mexiko mit. Nach zwei Unfällen gab es unmissverständliche Kritik von der Hyundai-Teamleitung. Nun definiert Neuville seine Ziele neu.

8. März 2016

Michael Heimrich

Neuville: „Lektion gelernt“

Der dritte Tag der Rallye Mexiko war noch keine zwei Wertungsprüfungen alt, da war Thierry Neuville draußen. Schon wieder. Nach einem Abflug am zweiten Tag war der Belgier neu gestartet, kam aber erneut von der Strecke ab. Ziemlich angefressen zeigte sich Teammanager Alain Penasse.
„Die Vorgabe heute Morgen war klar: Ein paar Herstellerpunkte nach Hause bringen. Natürlich können wir mit dem, was jetzt passiert ist, nicht zufrieden sein“, reagierte Penasse im Interview mit dem belgischen RTBF-Fernsehen. „Wir wollen aber abwarten, was Thierry dazu sagt. Vielleicht ist ja auch irgendetwas kaputt gegangen.“
Thierry Neuville wurde bei dem Abflug kräftig durchgeschüttelt und zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht. Dort verpasste man ihm eine Halskrause, ansonsten gab es grünes Licht. Und Neuville gab sofort zu, dass der Unfall auf sein Konto ging. „Es war ein heftiger Abflug, bei hoher Geschwindigkeit. Und wir hatten Glück im Unglück, denn dort waren keine Bäume am Streckenrand. Ich bin eine kleine Kuppe einfach zu schnell angegangen“, beschreibt Neuville im RTBF-Interview.

Neuville: Lektion gelernt

„Natürlich bin ich frustriert und versuche zu verstehen, was passiert ist. Das hätte nicht passieren dürfen. Aber es ist passiert. Ich wollte Herstellerpunkte für das Team einfahren. Es war ganz klar mein Fehler und das wird mir nicht noch einmal passieren. Ich denke, der Vorfall war mir eine Lektion, ich werde daraus lernen“, so der Belgier.
Aufstehen, Sand abklopfen, weitermachen: Neuville blickt nach vorne. „Die Saison geht weiter und wir haben noch genug Möglichkeiten, das wieder gut zu machen. Ich wäre gerne jetzt schon in Argentinien. Aber wir müssen uns die Zeit geben, uns ordentlich vorzubereiten. Die Motivation ist da und wir haben gesehen, dass das neue Auto durchaus mithalten kann“, sagt Neuville.


Nach zwei Nullnummern in Folge liegt Neuville in der WM-Wertung nur auf dem achten Platz, hat aber dadurch in Argentinien die beste Startposition. Wie letztes Jahr Kris Meeke, der den Sieg einfuhr. Neuville will allerdings einen Gang zurückschalten: „Ich denke, wir müssen weiter pushen aber die Ziele etwas herunterschrauben: Um einen Platz auf dem Treppchen kämpfen und nicht unbedingt um den Sieg. Dann sollte alles wieder in Ordnung kommen.“
Man darf gespannt sein, wen Hyundai in Argentinien für Herstellerpunkte nominieren wird.

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