Neuville gibt zu: „Motivation hatte gelitten“

Es ist kein einfaches Jahr für Thierry Neuville. Hyundai kann ihm nicht wie erhofft ein neues Auto bieten, deshalb leidet seine Motivation und die Ergebnisse fehlen. Nach einem öffentlichen Rüffel durch die Teamleitung scheint der Belgier seine Linie wieder gefunden zu haben.

2. Oktober 2015

Michael Heimrich

Neuville gibt zu: „Motivation hatte gelitten“

Seine Zukunft bei Hyundai hatte sich Thierry Neuville vor ein paar Monaten anders vorgestellt. Als Nummer-1 war der Belgier zum koreanischen Neueinsteiger gewechselt und wollte dort Teil einer schlagkräftigen Truppe werden, die es mit Volkswagen aufnehmen kann. Mit Ablösung des aktuellen i20 WRC sollte dieser Schritt gelingen.
Doch es kam zu Verzögerungen im Zeitplan und Hyundai musste mehrfach das Debüt des neuen Autos verschieben. Prompt gab es Gerüchte über die Ernsthaftigkeit des gesamten Projekts und die Moral der gesamten Truppe schien zu leiden. Auch bei Neuville hinterließ diese Zeit Spuren. Statt wie erhofft um Siege zu kämpfen, fand sich der Belgier auch durch eigene Fehler nur im Mittelfeld wieder und musste mitansehen, wie Nachwuchsmann Hayden Paddon an seinem Nummer-1-Status sägte.
„Wir hatten einen guten Saisonstart. Anschließend wurde es etwas schwieriger für uns, weil wir nicht nur Enttäuschungen verkraften mussten, sondern auch die Motivation verloren ging. Ich hatte erwartet, zu Beginn des Jahres in einem sehr schnellen Auto zu sitzen und das war nicht der Fall. Wir hatten sehr viele Verzögerungen und etliche Dinge gingen schief“, blickt Neuville auf die schwierige Zeit zurück.
Der öffentliche Rüffel durch die Teamleitung im Vorfeld der Rallye Deutschland war ein klarer Warnschuss und Neuville scheint die deutliche Ansage begriffen zu haben. „2016 rückt näher und die Dinge sehen besser aus. Unsere Motivation ist wieder voll da. Aber jetzt konzentrieren wir uns auf die letzten paar Rallyes dieser Saison und vor allem auf das nächste Jahr, von dem wir hoffen, an der Spitze zu sein“, sagte Neuville.

VIDEO: Hyundai i20 WRC 2016 im Test

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