Neues Startsystem soll Taktieren verhindern.

Die Rallye Australien wird in diesem Jahr mit einem verbesserten Startsystem aufwarten. Dadurch sollen taktische Spiele der WM-Teams verhindert werden.

9. August 2001

Michael Heimrich

Neues Startsystem soll Taktieren verhindern.

Die Rallye Australien gilt als der erfolgreichste und modernste lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft. Die Organisatoren können in jedem Jahr mit neuen innovativen Lösungen aufwarten und überzeugen durch einen perfekten Ablauf. Auch in dieser Saison gibt es wieder einige Neuerungen.

Wie der Veranstalter der Australien Rallye heute bekannt gab, soll mit Hilfe eines neuen Startsystems das 'taktische Fahren' der Piloten verhindert werden. "Wir wollen das die Piloten wieder möglichst schnell die Prüfung absolvieren und keinesfalls wie im letzten Jahren versuchen möglichst nicht die beste Zeit zu erzielen.", erklärte Rallye-Leiter Gary Connelly.

Hintergrund waren die zum Teil grotesken Versuche, einiger Teams nicht als erstes Fahrzeug auf die Schotterpisten zu fahren. So täuschte Richard Burns einen Reifenwechsel am Start einen Reifenschaden vor und das nach ihm startenden Fahrzeug mußte aufrücken. Das brachte nicht nur dem Subaru-Team scharfe Kritik ein, sondern zeigte auch die Schwäche des bisherigen Startsystems.

Für diese Jahr wurde folgende Festlegung getroffen: Die erste Prüfung (Zuschauerkurs in Langley Park), wird in umgekehrter Reihenfolge gestartet mit einem Abstand von drei Minuten zwischen den Fahrzeugen. Zur ersten Etappe darf der Führende der Rallye-WM seine Startposition als erster wählen, der zweite als zweiter, usw. Im weiteren Verlauf der Rallye darf der im Gesamtklassement Führende seine Startposition wählen.

"Der Grundsatz: So schnell wie möglich zu fahren, ist es was Rallye ausmacht. Das wollen die Zuschauer sehen. Dieses neue System wir von der WRC-Kommission geprüft und könnte demnächst bei allen Läufen angewandt werden."

Weiterhin wird erstmals die Teilnehmerzahl auf 80 Fahrzeuge beschränkt. "Mit der Weiterentwicklung der modernen Zeitnahme und des Tracking-Systems ist es unmöglich, so viele Fahrzeuge wie in den vergangenen Jahren zu betreuen", erklärte Connelly. "Diese Begrenzung bedeutet aber auch, die Zuschauer werden ein noch professionelleres Starterfeld sehen, was die Rallye noch aufregender machen wird."

Mehr Informationen zur Rallye Australien 2001 unter:
[URL]http://www.rallyaustralia.com.au[/URL]

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