„Mehr Punkte wie Marcus holen“

Fünf Mal in Folge konnte Sebastien Loeb die Rallye Deutschland bisher gewinnen. Entsprechend selbstbewußt reist der Weltmeister nach Trier.

9. August 2007

Michael Heimrich

In Finnland musste er sich noch geschlagen geben. Trotz seines vollen Einsatzes gelang es Sebastien Loeb nicht, an die siegreichen Ford-Piloten heranzufahren. „Nur Dritter zu werden, nachdem es 2005 und 2006 zu Platz zwei reichte, war nicht das Resultat, was wir haben wollten, zumal wir weitere vier Punkte in der Meisterschaft einbüßten“, blickt Loeb auf das Finnland-Wochenende zurück. „Wir haben im Kampf mit unseren Gegnern alles gegeben, aber es reichte einfach nicht. Es kommen noch drei weitere schnelle Schotterläufe, dort wird die Konkurrenz jedoch keinen Heimvorteil  mehr haben. Wenn wir um Siege kämpfen wollen, müssen wir schnell zu ihnen aufschließen. Ich bin nicht übermäßig besorgt, weiß aber, dass wir einige Arbeit vor uns liegen haben.“

Doch nun will Sebastien Loeb kontern und mit dem sechsten Deutschland-Sieg den Spieß wieder umzudrehen. „Um im Titelkampf ein Wörtchen mitreden zu können, müssen wir so schnell wie möglich damit anfangen, mehr Punkte wie Marcus holen. Klappt das nicht, wird es verdammt schwierig, unseren Titel zu verteidigen. Ich hoffe wir sind in der Lage um den Sieg zu fahren, aber einfach wird es nicht. Das Wetter, die knifflige Reifenwahl und der ganze Rest machen es zu keiner einfachen Rallye“, weiß der Franzose, der von einem Heimvorteil nichts wissen will. „Man kann nicht einfach sagen, Deutschland bedeutet für mich das, was Finnland für Marcus ist. Wir kennen die deutschen Strecken ähnlich gut, was für die Prüfungen rund um Jyväskylä nicht sagen kann. Marcus ist die Rallye Deutschland sogar einmal mehr als ich gefahren, er war 2001 bereits am Start.“

An ein Geheimnis hinter seiner Dominanz beim deutschen WM-Lauf glaubt Loeb nicht. „Selbst wenn ich eins hätte, würde ich es nicht preisgeben“, grinst der Weltmeister. „Im Ernst, ich glaube wir waren deshalb schneller als unsere Gegner, weil ich mich auf den Prüfungen einfach wohler fühle. Wobei ich es nicht mag, wenn die Bedingungen schwierig und gefährlich sind. Wer fährt schon gerne im Regen mit Trockenreifen? Aber vielleicht liegt gerade darin mein Vorteil, dass ich offensichtlich mit solchen Situationen besser zurecht komme.“

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