Marcus Grönholm: "Hoffe diesmal ins Ziel zu kommen."

Mit einer souveränen Führung in der Fahrerwertung reist Marcus Grönholm zur diesjährigen Safari-Rallye und hat vor allem einen Wunsch: ankommen!

4. Juli 2002

Michael Heimrich

Die Safari-Rallye ist eine der härtesten Veranstaltungen in der Rallye-Weltmeisterschaft. Der achte Saisonlauf, der auf öffentlichen Straßen in Kenia ausgetragen wird, zählt mehr als doppelt so viele Kilometer als jede andere WM-Rallye und nimmt damit eine Sonderstellung ein. "Die Safari ist eine spezielle Rallye", urteilt auch Peugeot-Werkspilot Marcus Grönholm. "Obwohl wir Helikopter haben, die aus Sicherheitsgründen vor uns herfliegen und uns vor Tieren und Fahrzeugen auf der Strecke warnen, fahren wir dort nicht so stark am Limit wie bei klassischen Rallyes." Das Ziel des Tabellenführers: "Es ist meine dritte Safari – und ich hoffe, dass ich dieses Mal endlich ins Ziel komme."

Eine beachtliche Safari-Bilanz und somit viel Erfahrung auf den brutal harten Schotterstrecken bringt Weltmeister Richard Burns mit. Der Brite, der 1998 und 2000 siegte, beschreibt seine Taktik für den achten Afrika-Einsatz: "Ich konzentriere mich auf jede einzelne Wertungsprüfung. Denn auf den extrem langen Sektionen sind Fehler vorprogrammiert, sobald man die Konzentration verliert. Mein Vorteil ist, dass ich weiß, was mich in Kenia erwartet."

Harri Rovanperä belegte im Vorjahr mit seinem Peugeot 206 WRC den zweiten Rang. "Dieses Mal werden die Prüfungen mehrfach befahren. Das macht die Rallye weniger gefährlich. Ich persönlich mag aber lieber unterschiedliche Strecken." Die Erwartung des Finnen: "Ich möchte mindestens meinen zweiten Platz aus dem vergangenen Jahr wiederholen – und wenn es geht noch besser abschneiden."

Um nichts dem Zufall zu überlassen, hat sich das Peugeot-Werksteam mit der neuen Evolutionsversion des 206 WRC, die in Griechenland ihr Debüt feierte, bei Testfahrten in Marokko gründlich auf die Safari-Rallye vorbereitet. "Unsere Fahrer waren mit den Ergebnissen der Tests sehr zufrieden", erläuterte Teamchef Corrado Provera. "Dadurch haben unsere Hoffnungen auf eine Top-Platzierung neuen Aufschwung bekommen. Der letzte Sieg von Peugot in Kenia liegt über zwanzig Jahre zurück, ich hoffe das wir es diesmal schaffen werden."

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