Marcus Grönholm: "Es war kein einfacher Tag."

Auf der ersten Etappe der Schweden-Rallye dominierten die beiden Peugeot-Werkspiloten Marcus Grönholm und Harri Rovanperä. Stimmen im Etappenziel.

1. Februar 2002

Michael Heimrich

Marcus Grönholm: "Es war kein einfacher Tag."

Nach fünf von 16 Prüfungen führt Grönholm die Rallye mit nur 0,9 Sekunden Vorsprung vor Rovanperä an. Der Vorsprung der beiden Finnen vor der Konkurrenz beträgt mehr als 40 Sekunden. Weltmeister Richard Burns liegt mit einem dritten Peugeot 206 WRC nach einem Dreher auf Platz 13.

Marcus Grönholm: "Es war kein einfacher Tag, denn ich bin mit der fünften Startposition in die Rallye gegangen und musste mit Neuschnee auf der Strecke kämpfen. Die Fahrer nach mir – darunter auch Harri Rovanperä – hatten einen Vorteil. Deshalb bin ich sehr überrascht über mein gutes Resultat."

Harri Rovanperä: "Ich bin zufrieden. Wir haben von unserer späten Startposition profitiert, außerdem war unsere Reifenwahl perfekt. Allerdings hatte ich auf den letzten beiden Prüfungen einen kleinen Defekt am Gaspedal, das hat einige Sekunden gekostet."

Richard Burns: "Der Unfall war mein Fehler. Wir haben uns gedreht und sind an einer schnellen Stelle in eine Schneebank gerutscht. Daraufhin war die Frontpartie mit Schnee verstopft. Weil die Motortemperatur anstieg und wir keinen Motorschaden riskieren wollten, haben wir angehalten und den Schnee entfernt."

Peugeot-Teamchef Corrado Provera: "Es war ein guter Tag für Peugeot. Wir liegen mit zwei Autos an der Spitze. Weniger als eine Sekunde trennt Marcus und Harri. Wir werden heute keine Teamorder aussprechen, denn beide Fahrer wissen, was sie zu tun haben: Sie müssen kämpfen und gleichzeitig ihre Autos ins Ziel bringen."

Tommi Mäkinen: "Auf der vierten Wertungsprüfung waren wir ein wenig zu schnell und trafen eine der ganzen frischen Snowbanks. Wir dachten es wäre alles ok, bis wir einige Kilometer später merkten das Schnee den Kühler bedeckte und das gesamte Kühlsystem blockierte. Der Motor nahme Leistung weg und wir hielten an um nach dem Problem zu schauen, konnten aber nichts tun. Es war ein schwieriger Tag für uns. Jetzt konzentriere ich mich auf Korsika."

Petter Solberg: "Es ist ein Tag mit Höhen und Tiefen. Heute morgen die Probleme mit dem Differenzial, dann hatten wir Probleme mit unseren Pace Notes. Ich versuchte in der Spur der vor mir gefahrenen Autos zu bleiben, ohne das es mir etwas gebracht hätte. Ich bin mit dem 6.Platz zufrieden und werde versuchen morgen schneller zu fahren."

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