Märtin führt vor Grönholm

Nach dem frühen Ausfall des Weltmeisters Sebastien Loeb befindet sich Ford-Pilot Markko Märtin auf Siegeskurs. Doch auch Marcus Grönholm hat noch Chancen.

30. Oktober 2004

Michael Heimrich

Märtin führt vor Grönholm

Der zweite Durchgang der mit 32.9 Kilometer längsten Wertungsprüfung Sant Julia wurde nicht abgesagt und die Bestzeit holte sich der drittplazierte Lokalmatador Carlos Sainz, beim letzten Auftritt in seiner Heimat. Mit nur 0.4 Sekunden Rückstand beendete Markko Märtin diese Prüfung und führt nach dem vorzeitigen Ausfall des Weltmeister Seb Loeb die Veranstaltung vor dem Finnen Marcus Grönholm mit 39.7 Sekunden Vorsprung an. „Ich mag es nicht viel Zeit zu verlieren“, kommentierte Märtin die letzte Schleife. „Doch wir wollen nicht allzu viel riskieren und die Führung einfach weiter behaupten.“

Hinter dem Spitzen-Trio konnte der ehemalige F1-Tester Stephane Sarrazin seinen vierten Rang im Vorjahres-Subaru behaupten und baute seinen Vorsprung auf den Norweger Petter Solberg auf 28.5 Sekunden aus. „Es gibt nicht viel zu sagen“, sagte der ehemalige Weltmeister. „Es ist ein weiterer schwieriger Tag für uns. Die Prüfungen sind gut und es macht viel Spaß hier zu fahren. Doch wir können die Pace der Führenden einfach nicht mitgehen. Wir haben heute ein wenig mit verschiedenen Einstellungen experimentiert.“

Nur zwölf Sekunden hinter Solberg belegt Daniel Sola bei seinem Heimspiel einen hervorragenden sechsten Rang. „Heute morgen sind wir aggresiver gefahren, was sich in den Zeiten wiederspiegelte. Ich bin sehr glücklich mit der Leistung“, berichtete der Spanier. Hinter ihm reiht sich sein Teamkollege Gigi Galli ein, der vor dem Franzosen Nicolas Vouilloz im Peugeot 206 WRC die zweite Etappe beenden konnte.

Asphalt-Glüher Gilles Panizzi belegt nach der heutigen Etappe die zwölfte Position hinter den beiden Skoda-Piloten Gardemeister und Schwarz. Der Franzose verlor am gestrigen Tag viel Zeit durch eine falsche Reifenwahl und beschränkte sich heute darauf am Setup zu feilen: „Wir haben heute einige Einstellungen ausprobiert, die nicht funktioniert haben“, sagte Panizzi.

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