Loeb will Grönholm stoppen

Nach den ersten beiden Siegen von Marcus Grönholm ist Weltmeister Sebastien Loeb in die ungewohnte Verfolgerrolle geraten. In Mexiko soll sich das Blatt drehen.

24. Februar 2006

Michael Heimrich

Loeb will Grönholm stoppen

Für Weltmeister Sebastien Loeb begann die letztjährige Rallye Mexiko alles andere als geplant. Zuerst kämpfte der Franzose mit einem Motorenproblem im Shakedown und am Morgen der ersten Etappe knickte auch noch das rechte Hinterrad ab, sodass man nur mit einer akrobatischen Seitenfenstereinlage von Beifahrer Daniel Elena den rettenden Service erreichte. Es folgte ein Ritt auf der Rasierklinge, die Loeb am Ende noch bis auf den fünften Rang nach vorne spülte.

?Das größte Problem sind die großen Steinbrocken, die mir in den letzten Jahren immer Probleme machten. Zweimal in Folge musste ich zu Fuß über die Startrampe am Donnerstagabend laufen, dass bedeutet für mich, dass ich im Training noch genauer sein muss und möglichst viele von ihnen aufschreiben lasse?, so der Weltmeister.

Erstmals in dieser Saison geht es für den WM-Zirkus auf Schotter. Mit ausgedehnten Tests bereiteten sich die Teams vor und passten nach dem Verbot aktiver Differenziale die Autos an. ?Wir haben in Katalonien getestet und genau wie auf Asphalt, haben wir auch diesmal die meiste Arbeit in die Anpassung der 2006 Spezifikation gesteckt?, erklärt Loeb. ?Die mechanischen Differenziale an Vorder- und Hinterachse haben ein Feintuning erfahren. Auf Asphalt und Schnee haben wir bereits einige gute Einstellungen gefunden, die das Auto sehr leicht zu fahren machen. Wir alle wissen, dass es auf Schotter vor allem auf das Handling ankommt. Kurz gesagt: Wir hatten eine Menge zu tun und ich glaube wir haben es gut gemacht. Wie immer werden wir die Bestätigung bekommen, wenn wir die ersten Zeiten bekommen, aber ich bin zuversichtlich.?

Nach den beiden Siegen für Marcus Grönholm ist Loeb in die ungewohnte Verfolgerrolle geraten. In Mexiko will der Franzose den fliegenden Finnen stoppen und in der Meisterschaft wieder aufholen: ?Im letzten Jahr haben wir viel Zeit am Start der Rallye verloren. Wir hatten danach nichts mehr zu verlieren und es war einer der aufregensten Läufe überhaupt. Daniel und ich hatten viel Spaß und konnten auf der letzten Prüfung sogar noch zwei Plätze gut machen. Es war ein wenig wie bei der diesjährigen Monte. 2004 und 205 war unser Xsara immer gut und ich hoffe, dies wird immer noch der Fall sein und wir können um den Sieg kämpfen. Es wäre sicherlich der beste Weg um unser Ziel zu erreichen: Marcus auf keinen Fall in der Meisterschaft davon ziehen zu lassen!?

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