Loeb siegt

Zum sechsten Mal in Folge hat Sebastien Loeb die Rallye Deutschland gewonnen. Dramatische Szenen spielten sich im Kampf um Platz zwei ab.

19. August 2007

Michael Heimrich

Die Entscheidung um den Gesamtsieg der Rallye Deutschland fiel am frühen Samstagmorgen. Francois Duval verspielte durch zwei Fahrfehler nicht nur seine Führung, sondern auch die Chance, Sebastien Loeb eine empfindliche Schlappe zu verpassen. Stattdessen nahm der Weltmeister das Geschenk seines ehemaligen Teamkollegen dankend an und setzte sich an die Spitze des Feldes. Eine Reihe von Bestzeiten ließen den Vorsprung auf die Konkurrenz komfortabel anwachsen, am letzten Tag der Rallye konnte Loeb das Geschehen genüsslich kontrollieren. Mit einem Vorsprung von 20.3 Sekunden gewinnt der Franzose zum sechsten Mal in Folge die Rallye Deutschland.

Während Loeb eine eher ruhige Etappe erlebte, musste sich Marcus Grönholm im Kampf um Platz zwei ziemlich strecken. Francois Duval dachte gar nicht daran, sich mit Platz drei zufrieden zu geben und eröffnete stattdessen die Offensive auf den Ford-Piloten. Immer näher schob sich der Belgier an Grönholm heran, die Entscheidung fiel auf der letzten Prüfung. Bei hohem Tempo schlug Grönholm mit dem Heck seines Autos an und beschädigte die Radaufhängung so start, dass er über 1:22 Minuten verlor.  „Ich war durch eine am Strassenrand stehende Kuh irritiert“, erklärte der Finne sein Missgeschick. „Dann habe ich wohl nicht richtig auf die Ansage meines Beifahrers gehört und schon ist es passiert.“ – Duval konnte vorbeiziehen und Platz zwei erben. Auch Mikko Hirvonen rückte nach dem Fehler seines Teamkollegen noch auf Platz drei nach vorne.

Petter Solberg freute sich einerseits darüber, dass seine Mechaniker endlich die Probleme mit dem Fahrverhalten seines Autos beheben konnte, musste aber eine deftige Schrecksekunde überstehen. „Auf einmal stand eine Kuh mitten auf der Straße“, staunte Solberg. Mit schnellen Zeiten präsentierte sich der Norweger in deutlich besserer Form als an den Vortagen, am Ende trennten ihn aber doch 7.6 Sekunden von Skoda-Privatier Jan Kopecky, der starker Fünfter wurde. Toni Gardemeister hatte sich zunächst am Tschechen vorbeischieben können, verlor aber nach einem Fahrfehler viel Zeit und rutschte auf Platz sieben zurück. Jari-Matti Latvala beendeten die Rallye auf dem letzten  Punkterang.

Manfred Stohl musste die Rallye Deutschland als Nullnummer abbuchen. Bereits gestern schied der Österreicher mit einem Motorschaden seines Citroen Xsara vorzeitig aus. „Das ist wirklich bitter“, stöhnte Stohl, der zu Beginn der Rallye bereits mit Bremsproblemen kämpfte. „Bei soviel Pech muss auch einmal das Glück zurück kommen.“

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