Loeb macht Jagd auf Hirvonen

Mikko Hirvonen gewinnt die erste Etappe der Rallye Japan, aber Weltmeister Sebastien Loeb liegt nur wenige Sekunden hinter dem Finnen.

26. Oktober 2007

Michael Heimrich

Loeb macht Jagd auf Hirvonen

Mit einer turbulenten ersten Etappe begann am frühen Morgen die Rallye Japan. Dichter Nebel und teilweise vereiste Prüfungen empfingen die Piloten und schon nach wenigen Kilometern gab es das erste prominente Opfer zu vermelden.

Titelfavorit Marcus Grönholm verschätzte sich auf der vierten Prüfung in einer Kurve und landete seitwärts an einem Baumstumpf. Beim Unfall wurde der Überrollkäfig seines Ford Focus so stark beschädigt, dass der Finne die Reise nach Japan als Nullnummer abhaken muss. Auch Petter Solberg erreichte das Ziel der ersten Etappe nur am Abschleppseil. Der Norweger leistete sich zur Halbzeit einen kleinen Ausrutscher, doch dieser hatte folgen. Das Getriebe seines Subarus verweigerte plötzlich den Dienst. Noch härter traf es Teamkollegen Chris Atkinson, der an seine starken Auftritte in der Vergangenheit anknüpfen wollte, aber sein Auto so vehement ins Unterholz feuerte, dass ein Restart am Samstag fast unmöglich scheint.

Sebastien Loeb schaute sich das Treiben der Konkurrenz zunächst aus sicherer Position an. Auf den schmalen und rutschigen Prüfungen wollte der Weltmeister kein unnötiges Risiko eingehen, zumal er über starkes Untersteuern seines Citroen C4 klagte. Doch am Nachmittag wechselte Loeb die Taktik und versuchte den Rückstand auf den mittlerweile Führenden Mikko Hirvonen zu verkürzen. Doch der Finne konterte die Angriffe von Loeb aus und blieb vorn. „Ein fantastischer Tag“, jubelte Hirvonen am Abend. „Wir haben gesehen wie es geht, aber morgen ist noch ein langer Tag.“

Hinter ihm musste sich Jari-Matti Latvalla dem Druck von Sebastien Loeb beugen. Auf den abschließenden Zuschauerprüfungen „Obihiro“ zog der Franzose am Finnen vorbei und liegt 10,3 Sekunden hinter Hirvonen auf Platz zwei. „Mikko macht einen sehr guten Job“, zollte der Loeb seinem Kontrahenten Respekt. „Wir werden weiter Druck ausüben, aber kein unnötiges Risiko eingehen.“ – Bliebe es beim aktuellen Zwischenstand, dann würde der Weltmeister acht Punkte kassieren und in der Gesamtwertung an Marcus Grönholm vorbeiziehen. 

Hinter dem Spitzentrio liefern sich Dani Sordo und Henning Solberg einen Kampf um Platz vier. Am Abend trennen den Norweger nur 7,8 Sekunden vom jungen Spanier. Dahinter platziert sich Manfred Stohl auf Rang sechs. Xavier Pons und Luis Perez Companc belegen die letzten beiden Punkteränge.

Die Bilder der Rallye Japan…

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