Kubica spielt Chancen herunter

Auf Asphalt fühlt sich Robert Kubica zu Hause. Das hat er letztes Jahr in Deutschland und zum Saisonstart in Monte Carlo gezeigt. Aber Kubica warnt angesichts der starken Konkurrenz bei der Rallye Deutschland vor zu hohen Erwartungen.

19. August 2014

Michael Heimrich

Kubica spielt Chancen herunter

Bei der Rallye Monte Carlo gelangen Robert Kubica im Ford Fiesta RS WRC auf Anhieb zwei Bestzeiten – jetzt steht mit der Rallye Deutschland der erste waschechte Asphalt-Lauf der WM vor der Türe. Für den ehemaligen Formel-1-Fahrer der Belag, auf dem er sich zu Hause fühlt.
„Manche Leute haben hohe Erwartungen, aber ich muss realistisch sein. Es wird eine schwierige Rallye. Viele Haarnadelkurven und enge Abzweigungen machen Deutschland gerade bei meinen Einschränkungen zu einer noch größeren Herausforderung. Das habe ich schon 2013 gesehen und dieses Jahr könnte es noch härter werden, da ein paar der Prüfungen in umgekehrter Richtung gefahren werden und deshalb viele Haarnadeln nun in Bergauf-Passagen liegen. Die sind noch schwieriger zu fahren als bergab“, erklärt der Pole.
Bei den Testfahrten bekam Kubica typische Deutschland-Bedingungen serviert. „Das Wetter war sehr unbeständig, vor allem an dem Tag, als wir in den Weinbergen getestet haben. Es war schwer, vernünftig am Setup zu arbeiten. Aber davon mal abgesehen lief alles glatt und ich denke, wir sind gut vorbereitet. Das Gefühl für Asphalt ist da!“
Letztes Jahr gewann Kubica im Citroën DS3 RRC die WRC2-Wertung und fuhr auf einen starken fünften Gesamtrang. Aber er will seine Erwartungen nicht zu hoch schrauben. „Mindestens sechs oder sieben Fahrer können um die Podestplätze kämpfen. Volkswagen wird bei der Heimrallye stark sein, Citroën hat hier die letzten zwölf Jahre gewonnen, und in diesen Autos sitzen gute Fahrer. Wir werden unsere eigene Rallye fahren und im Hinterkopf behalten, wie viele Fallen es gibt. Gerade bei viel Regen dürfte es extrem schwierig werden.“

GALERIE: Die Bilder der Kubica-Testfahrten

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