Jost Capito stapelt tief

Intensiv hat sich Volkswagen auf den WM-Einstieg vorbereitet. Während viele Beobachter erwarten, dass der Polo R WRC von Beginn an konkurrenzfähig sein wird, setzt Motorsportchef Jost Capito erst für 2015 den WM-Titel auf den Plan. Interview.

9. Dezember 2012

Michael Heimrich

Die Auftakt-Rallye der WM-Saison und damit das Wettbewerbsdebüt des Polo R WRC beginnt in gut einem Monat. Ist Volkswagen bereit?
„Volkswagen war in der glücklichen Lage, sich zweigleisig auf die Rallye-WM vorzubereiten. Zum einen haben wir den Polo R WRC in gut eineinhalb Jahren entwickelt, optimiert und ausgiebig getestet. Zum anderen hat das Einsatzteam mit dem Fabia S2000 unserer Konzernmarke Škoda Erfahrung bei nahezu allen WM-Rallyes gesammelt und so das Rallye-Handwerk buchstäblich von der Pike auf gelernt. Elf Klassensiege bei zwölf Rallyes sprechen für sich.“

Welchen Leistungsstand hat der Polo R WRC bereits erreicht?
„Noch hat der Polo R WRC keinen einzigen Wettbewerbskilometer absolviert. Erst bei der Rallye Monte Carlo trifft er erstmals auf seine direkten Gegner. Eine belastbare Aussage darüber zu treffen, wie wir im Vergleich zur zweifellos starken und erfahrenen Konkurrenz stehen, ist also nicht möglich. Wir sind – wie vermutlich die gesamte Rallye- Szene – sehr gespannt darauf, wie sich der Polo schlägt. Ich kann aber versichern, dass wir alles unternommen haben, um von Beginn an konkurrenzfähig zu sein. An unserer Einstellung ändert sich nichts: 2013 wird ein Lehrjahr mit dem Polo R WRC.“

Wie genau lautet denn die Zielsetzung von Volkswagen in der Rallye-WM?
„Grundsätzlich ist sportlicher Erfolg nicht planbar. Man kann jedoch nur die Ziele erreichen, die man auch kennt. Und die lauten: 2013 wollen wir aus eigener Kraft um Top- Drei-Platzierungen, 2014 um Lauf-Siege und 2015 um den WM-Titel fahren. Auf eines kann man sich in den kommenden Jahren bei Volkswagen also verlassen: dass wir mit viel Herzblut diese Ziele zu erreichen versuchen.“

Was erwarten Sie von der Rallye-WM in der Saison 2013?
„Wir erwarten spannende Kämpfe mit Citroën, Ford und Mini. Genau das ist es, was die Rallye-WM auszeichnet: Sie bietet den Zuschauern ein tolles Paket und packenden Motorsport. Die Rallye-WM hat bereits eine große Popularität und genießt vor Ort eine große Begeisterung. Diese Nachfrage muss auch medial besser bedient werden. Alle Beteiligten arbeiten bereits daran, Zug um Zug Vermarktung und Medien-Präsenz der Serie zu steigern.“

Volkswagen hat 2012 mehrere vielversprechende Talente gesichtet und mit Fahrzeugen der Konzernschwester Skoda bei Rallye-WM-Läufen ausprobiert. Wie geht es in dieser Hinsicht weiter?
„Ab 2013 setzen wir ausschließlich den Polo R WRC ein. Einen davon planen wir für Andreas Mikkelsen ab der vierten WM-Rallye 2013 an den Start zu bringen. Darüber hinaus halten wir den guten Kontakt zu Skoda und unterstützen nach Kräften dabei, unsere Volkswagen-Junioren Sepp Wiegand und Kevin Abbring für die Zukunft aufzubauen.“

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