Jari-Matti Latvala gewinnt Rallye Mexiko

Dieses Mal hielt er dem Druck stand. Jari-Matti Latvala gewinnt zusammen mit Beifahrer Miikka Anttila die Rallye Mexiko. Sebastien Ogier muss sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben und lädt seinen Frust auf der Power-Stage ab.

6. März 2016

Michael Heimrich

Jari-Matti Latvala gewinnt Rallye Mexiko

Jubelstimmung bei Familie Latvala. Oberhaupt Jari gewinnt in Deutschland und Sohnemann Jari-Matti hat seine Durststrecke in der Rallye-Weltmeisterschaft beenden können. In Mexiko feierte der Volkswagen-Pilot seinen ersten Saisonsieg und meldet sich im Titelkampf zurück. „Ein großartiges Gefühl“, jubelte Latvala im Ziel. „Nach so einem schweren Saisonstart war ich nicht mehr so gut drauf und bei dieser Rallye war ich in der Vergangenheit nie wirklich gut. Doch zum ersten Mal bin ich ohne Probleme durchgekommen! Der Sieg meines Vaters im deutschen Schotter-Cup macht das Wochenende perfekt.“
Sebastien Ogier, der an zwei Tagen als erster Fahrer auf die Strecke musste, musste sich dieses Mal mit dem zweiten Rang zufriedengeben. Wie viel Wut sich im Bauch des Weltmeisters wegen der aus seiner Sicht unfairen Startreihenfolge angestaut hatte, zeigte er mit einer klaren Bestzeit auf der abschließenden Power-Stage, die ihm drei zusätzliche WM-Punkte einbrachte. „Ich bin zufrieden. Wie ich schon zuvor gesagt habe, konnte ich nicht mehr ausrichten“, sagte Ogier, der seine WM-Führung jedoch weiter ausbauen konnte und nach drei Läufen bereits mit 38 Punkten Vorsprung vorn liegt.
Auch Dani Sordo konnte am Ende zufrieden sein. Er erreichte beim Schotterdebüt des neuen Hyundai i20 WRC den dritten Rang, trotz der Überhitzungsprobleme am gestrigen Tag und dem Bremsdefekt auf der heutigen 80-Kilometer-Prüfung. „Ich bin sehr glücklich“, so der Spanier, der sich auch im teaminternen Duell wieder Luft verschaffen konnte. Während Hayden Paddon hinter Mads Östberg (Ford) Fünfter wurde, musste Thierry Neuville nach zwei Abflügen vorzeitig die Koffer packen. Auch Neuvilles Kumpel Andreas Mikkelsen konnte am letzten Tag nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Der gestrige Abflug hatte für so viel Schaden an seinem VW Polo R WRC gesorgt, dass ein Restart nicht möglich wurde.

WRC2: Kremer setzt Schlusspunkte

In der WRC2 fuhr der Finne Teemu Suninen im Skoda Fabia R5 zu einem ungefährdeten Sieg. Schnellster Fahrer am Schlusstag war Armin Kremer, der sich nicht nur die Bestzeit auf der Monsterprüfung „Guanajuato“ sicherte, sondern auch schnellster WRC2-Fahrer auf der Power-Stage war. Nach Aufhängungsschäden an den Vortagen erreichte der Mecklenburger jedoch mit großem Rückstand das Ziel.   

Ergebnis Rallye Mexiko 2016

1. Latvala / Anttila Volkswagen Polo R WRC 4:25:57.4
2. Ogier / Ingrassia Volkswagen Polo R WRC +01:05.0
3. Sordo / Martí Hyundai i20 WRC ’16 +03:37.9
4. Östberg / Föene Ford Fiesta RS WRC +05:36.4
5. Paddon / Kennard Hyundai i20 WRC ’16 +06:22.6
6. Tänak / Mõlder Ford Fiesta RS WRC +09:59.5
7. Prokop / Tománek Ford Fiesta RS WRC +12:58.5
8. Bertelli / Scattolin Ford Fiesta RS WRC +14:09.6
9. Suninen / Markkula Škoda Fabia R5 +18:01.8
10. Gorban / Korsia Mini Cooper WRC +32:27.3

GALERIE: Rallye Mexiko



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