Hyundai droht Klage

MSD-Chef David Whitehead macht Ernst. Sollte es zu keiner Einigung zwischen seinem Team und Hyundai kommen, werden seine Anwälte viel Arbeit bekommen.

13. Oktober 2003

Michael Heimrich

„Es ist ganz einfach. Hyundai hat nicht bezahlt und wir können nicht mehr weitermachen“, erklärte MSD-Chef David Whitehead. „Da Hyundai aber vertragliche Verpflichtungen zu erfüllen hat, kann ich nur folgern, dass man kein Interesse mehr an der Fortsetzung des Programms hat.“

Gespräche über eine Einigung scheiterten und man entschied deshalb bei den kommenden WM-Läufen nicht mehr teilzunehmen. „Es ist schade, dass es so kommen musste. Aber ich werde vor Gericht ziehen, damit diese Situation geklärt wird. Meine Anwälte bereiten nun die ersten Schritte vor, sollte die Zusammenarbeit so beendet werden“, so Whitehead weiter. „Mein Dank geht an unsere Partner und Fahrer, die uns in dieser schwierigen Zeit zur Seite gestanden haben. Aber auf an die über 100 Mitarbeiter, die ihren Job toll erledigten.“

„28 Jahre lang betreibe ich nun Motorsport, aber in solch eine Situation bin ich noch nie gekommen. Das ein Hersteller sich auf solch eine Art und Weise von einer Meisterschaft zurückzieht, ist wirklich beispiellos“, meinte Whitehead abschließend.

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