Hirvonen über die Trennung von Citroën

Der Abschied von Citroën fiel Mikko Hirvonen nicht schwer. Aus Sicht des Finnen steht der Rallyesport bei den Franzosen nicht mehr im Mittelpunkt. Jetzt hofft er auf einen Neustart bei M-Sport.

1. Januar 2014

Michael Heimrich

Hirvonen über die Trennung von Citroën

Das erste Jahr bei Citroën brachte für Mikko Hirvonen die erhofften Erfolge. An der Seite von Sebastien Loeb feierte der Finne nicht nur Doppelsiege für die französische Marke, sondern hatte auch einen gehörigen Anteil am Gewinn von Fahrer- und Herstellertitel. Mit dem Abschied von Loeb  und dem zusätzlichen Tourenwagen-Programm änderte sich jedoch einiges an der Einstellung von Citroën Racing. Außerdem sorgte Einsteiger Volkswagen für so starke Konkurrenz, dass der ehemalige Platzhirsch in die zweite Reihe verdrängt wurde.
  
„Volkswagen war uns einen Schritt voraus. Wir konnten ihnen nicht folgen“, blickt Hirvonen im Gespräch mit ‚Motorsport News’ zurück. „Citroën hat zu Saisonbeginn viel am Auto geändert, aber diese Veränderungen nicht bis zum Ende durchgezogen. Wenn man gewinnen will, müssen alle 100 Prozent geben. Im zweiten Teil des letzten Jahres fehlte dieser Wille bei Citroën. Ich wusste, dass ich mehr Risiken eingehen muss, um die erhofften Ergebnisse zu erzielen. Aber damit kamen auch die Fehler und als es keine Aussicht auf die Meisterschaft mehr gab, wurde die Testarbeit und Entwicklung am Auto eingestellt. Das war der falsche Weg und für mich war klar, dass der Rallyesport bei Citroën keine Priorität mehr hat.“

Hirvonen sah sich nach Alternativen um und landete schließlich wieder beim M-Sport-Team, dass er Ende 2011 in Richtung Citroën verlassen hatte. „Malcolm Wilson traf seine Entscheidung sehr spät, aber ich war mir sicher, dass er alles gut durchdacht hat und als er mir sagte, dass er genügend Budget für eine ordentliche Testarbeit hat, war ich dabei“, sagte Hirvonen, der die Zeit bei Citroën nicht missen möchte. „Es waren zwei tolle Jahre. Ich habe viel gelernt und gute Leute getroffen, aber meine Zukunft ist nicht dort.“
  
In dieser Woche beginnt er mit den Testarbeiten im Vorfeld der Rallye Monte Carlo und ist gespannt darauf, wie sich der Ford Fiesta WRC entwickelt hat. „Das Auto hat sich in den letzten zwei Jahren stark verändert. Petter (Solberg) und Jari-Matti (Latvala) haben 2012 sehr viel geändert und waren konkurrenzfähig. Es wird interessant zu sehen, ob ich ins Auto steige und siegfähig bin“, meinte Hirvonen abschließend.

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