Grönholm souverän vorn

Drei Bestzeiten läßt sich der Vize-Weltmeister gut schreiben und zeigt seinem Zweitplazierten Teamkollegen Mikko Hirvonen die Grenzen auf.

1. Dezember 2006

Michael Heimrich

Grönholm souverän vorn

Beim Weltmeisterschaftsfinale zeigt der zweimalige Weltmeister Marcus Grönholm seinem Teamkollegen seine Grenzen auf. „Ich pushe so hart wie es geht, schneller geht es wirklich nicht“, kommentiert Bosse seinen mittlerweile auf 19.1 Sekunden angewachsenen Vorsprung auf Mikko Hirvonen.

Der Australien-Sieger, der konstant unterwegs ist und auf der ersten Schleife jeweils Zweitschnellster gewesen ist, zeigte sich nach dem Ausritt der Auftaktprüfung unzufrieden mit dem Fahrverhalten seines Ford Focus WRC, was jedoch von den Mechanikern von M-Sport nun im Service behoben werden sollte.

Neuer Dritter ist Petter Solberg, der nach zwei mäßigen Prüfungen einige Setup-Veränderungen vor der 27.91 Kilometer langen Prüfung Rheola vorgenommen hat. Somit markierte der Norweger die drittbeste Zeit und kann dem bis dahin vor ihm liegenden Manfred Stohl ganze 8.3 Sekunden abnehmen und den Österreicher auf die vierte Position verdrängen. „Sehr rutschig, ungewöhnlich rutschig, schon überraschend“, so das kurze Fazit des Viertplatzierten OMV-Piloten über die herrschenden Verhältnisse.

Ebenfalls mit Problemen hatte sein Teamkollege Henning Solberg zu kämpfen gehabt, der in der dritten Prüfung seinen Peugeot 307 WRC vorn und hinten beschädigte, was der Norweger mit einem Dreher zu erklären versuchte. Sein Rückstand in der besagten WP betrug auf Marcus Grönholm ganze 5:19.5 Minuten.

Mit konstant schnellen Zeiten kann sich Jari-Matti Latvala auf die fünfte Position vorkämpfen und empfiehlt sich bei den Teamchefs für die kommende Saison. Beflügelt von zwei PWRC-Siegen kann er sowohl Chris Atkinson als auch die Citroen-Piloten Dani Sordo und Xavier Pons auf Distanz halten.

Schnellster Skoda-Pilot ist weiterhin der Zehntplatzierte Belgier Francois Duval, der seinen Vorsprung gegenüber Harri Rovanperä auf mittlerweile 22.9 Sekunden ausbauen konnte. Doch schon dahinter reihen sich die Markenkollegen Andreas Aigner und Jan Kopecky ein.

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