Galli führt vor Sola und Paasonen

Der Italiener Gianluigi Galli führt nach der zweiten Etappe mit gerade mal 6.1 Sekunden Vorsprung vor Dani Sola. Gleich dahinter reihen sich die OMV-Piloten ein.

18. Juli 2004

Michael Heimrich

Manfred Stohl konnte seine Taktik für den zweiten Tag der CTi Movil Rally Argentina gleich auf der ersten Sonderprüfung am Samstag vergessen. Am Mitsubishi des OMV Piloten lockerte sich sich die Lenkungsaufhängung. Mit diesem Problem musste der 32 Jahre alte Österreicher vier Sonderprüfungen bestreiten und verlor dadurch in der Production-World Rally Championship nicht nur den Stockerlplatz, sondern über eine Minute. Viel besser ergeht es Jani Paasonen. Nach seinem Problem mit dem Querlenker am ersten Tag erzielte er auf der zweiten Etappe einige SP-Bestzeiten und ist damit den P-WRC-Spitzenreitern Gianluigi Galli (Ita) und Daniel Sola (Spa) dicht auf den Fersen.

Zu Beginn der zweiten Etappe ging es Jani Paasonen noch ein wenig vorsichtig an. Als er dann jedoch sah, dass der OMV World Rally Team-Mitsubishi problemlos funktionierte, drückte er wieder das Gaspedal voll durch. Das Resultat: drei Sonderprüfungsbestzeiten und der dritte Platz in der Zwischenwertung. Auf Leader Daniel Sola fehlen vor dem Schlusstag nur knapp eine Minute. Doch die letzte Etappe hat es noch in sich. „Da ist noch alles drinnen. Der Rückstand bereitet mir kein Kopfzerbrechen, denn die eine Minute kannst du auf einer Sonderprüfung ganz leicht verlieren. Ich fühle mich stark genug, dass ich noch angreifen kann“, zeigt sich der finnische OMV Pilot zuversichtlich.

Die Zuversicht hat Manfred Stohl hingegen verloren. Durch den Lenkungsdefekt waren die Chancen auf den Sieg dahin. Dabei hat der Tag nicht schlecht begonnen, denn nach dem Ausfall von Marcos Ligato (Arg) übernahm er sogar für eine Sonderprüfung die Führung in der P-WRC. Doch dann war nichts mehr zu machen. Nach vier Sonderprüfungen vollbrachten die OMV World Rally Team-Mechaniker wieder ein wahres Meisterstück und wechselten die Vorderachse samt Lenkung in nur 24 Minuten. Das war lediglich vier Minuten über der erlaubten Servicezeit. Stohl: „Argentinien bringt mir anscheinend kein Glück, obwohl ich dieses Land und die Rally liebe. Jetzt hoffe ich für den Rest der Rally das Beste und vielleicht bekommen auch meine Konkurrenten das eine oder andere Problem. Dann wäre ich wieder im Rennen um die Weltmeisterschaft.“

Am Sonntag stehen noch fünf Sonderprüfung mit einer Gesamtlänge von 85 Kilometern auf dem Programm. Darunter die Argentinienklassiker „Mino Clavero“ (SP 25) und „El Condor“ (SP 26). „Da haben sich schon viele Argentinien-Rallies entschieden“, erinnert sich OMV Legende Rudi Stohl. Der Zieleinlauf ist am Sonntag gegen 16:00 Uhr Ortszeit.

Zwischenergebnis in der P-WRC nach 19 von 26 Sonderprüfungen
1. Gianluigi Galli/Guido D’amore (Ita) Mitsubishi Lancer E7 3:31:58,0 Std.
2. Dani Sola/Xavier Amigo (Spa) Mitsubishi Lancer E7 +6,1 Sek.
3. Jani Paasonen/Jani Vainikka (Fin) Mitsubishi Lancer E7 +1:03,9 Min.
4. Manfred Stohl/Ilka Minor (Ö) Mitsubishi Lancer E7 +2:18,4 Min.
5. Nasser Attiyah/Patterson (Quatar) Subaru Impreza +9:53,9 Min.
6. Niall McShea/Michael Orr (GB) Subaru Impreza +23:51,8 Min.

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