Freie Fahrt für Meeke und Östberg

Citroën hofft in Deutschland an erfolgreiche Zeiten anknüpfen zu können. Der DS 3 WRC ist auf Asphalt besonders stark und Kris Meeke konnte im Vorjahr um den Sieg kämpfen. Genau wie sein Teamkollege Mads Östberg startet der Nordire ohne taktische Zwänge.

16. August 2015

Michael Heimrich

Freie Fahrt für Meeke und Östberg

In Deutschland war Citroën eine Macht. Zwischen 2002 und 2013 fuhr man elf Siege beim deutschen WM-Lauf ein. Die Erfolgsserie hätte sich im Vorjahr fortgesetzt, wenn Kris Meeke im Finale nicht ein kleiner Fahrfehler mit großer Wirkung unterlaufen wäre. Den Sieg schnappte sich Hyundai-Pilot Thierry Neuville, die Erfolgsserie der Franzosen war gerissen.
Entsprechend groß ist die Motivation von Meeke, in diesem Jahr für Wiedergutmachung zu sorgen. „Obwohl es meine erste Asphalt-Rallye im DS 3 WRC war, habe ich im Vorjahr schnell das nötige Vertrauen gefunden, um sehr schnell zu sein. Das Auto ist auf diesem Untergrund einfach stark“, meinte der Nordire, der auf eine ähnliche Leistung in diesem Jahr hofft. „Ich hoffe auf Hitze und Sonne, aber das Wetter ist in dieser Region kaum vorherzusagen. Wenn es regnet, werfen die vorausfahrenden Autos viel Matsch auf die Strecke, dann wird es deutlich schwieriger. Ich halte einen Platz auf dem Podium für realistisch. Wenn wir konstant sind und keine Fehler machen, können wir an der Spitze sein. Aber alles kann passieren.“
Obwohl Mads Östberg mit seinen Asphalttests sehr zufrieden war und die Stärken seines Autos kennt, setzt der Norweger seine persönlichen Ziele nicht so hoch an wie Meeke. „Die technischen Verbesserungen werden uns ohne Zweifel helfen und ich kenne die Rallye Deutschland sehr gut, schließlich bin ich schon fünf Mal hier gefahren“, sagte Östberg. „Ein Platz unter den besten fünf oder sechs wäre klasse, denn ich muss Punkte für die Meisterschaft sammeln.“
Teamchef Yves Matton kündigte an, seine beiden Fahrer nicht einzubremsen: „Beide haben freie Fahrt und können ihr Tempo selbst wählen.“

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