Durchbruch für Kubica

Robert Kubica hat es geschafft. Beim dritten Schottereinsatz seiner Karriere kann der Pole die WRC2-Wertung für sich entscheiden und das ausgerechnet bei der Rallye, die eine taktisch kluge Fahrweise verlangt.

3. Juni 2013

Michael Heimrich

Durchbruch für Kubica

Von einigen wird er als reines Vollgastier verschrien, aber in Griechenland zeigte Robert Kubica (Citroën DS3 RRC), dass er wenn nötig, auch besonnen fahren kann. Mit einem deutlichen Vorsprung gewinnt der Pole die WRC2-Wertung und verweist die Gegner klar in die Schranken. Bemerkenswert: Für Kubica war die ‚Akropolis‘ erst die dritte Schotterrallye überhaupt.

"Die Akropolis ist eine verdammt harte Rallye, besonders für jemanden wie mich, der 20 Jahre Rundstreckenerfahrung hat. Das hier ist das komplette Gegenteil von dessen, das ich gewohnt bin", sagte Kubica. "Es gibt noch viele Dinge zu lernen, aber es war eine großartige Erfahrung und ein sehr nützliches Wochenende. Besonders wenn man langsam machen muss, unterlaufen einem beim ersten Befahren der Prüfungen schnell Fehler."

Auch bei Citroën nahm man den ersten Sieg von Kubica mit großer Genugtuung zur Kenntnis. "Robert hatte schon mehrfach bewiesen, dass er auf Schotter und Asphalt unheimlich schnell ist, aber er muss noch Disziplin lernen", sagte Teamchef Yves Matton. "Er ist hier eine großartige Rallye gefahren, bis hin zur letzten Etappe, auf der er seinen Vorsprung verwaltet hat. Ich habe das Gefühl, dass sich jetzt das Blatt wenden könnte. Das wäre wichtig für unser gemeinsames Ziel, den Gewinn des WRC2-Titels."

In der Gesamtwertung liegt Robert Kubica nun mit 33 Punkten an sechster Stelle. Führender ist Abdulaziz Al-Kuwari (Ford) mit 75 Punkten, der in Griechenland hinter Juri Protasov Dritter wurde. Kubica brennt darauf, den Rückstand beim nächsten Lauf weiter einzudampfen. "Ich freue mich jetzt richtig auf Sardinien wo ich hoffentlich das umsetzen kann, was ich hier gelernt habe", meinte der Pole abschließend.

GALERIE: Die Bilder der Akropolis-Rallye …

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