C3 WRC: Verhilft Loeb Citroën erneut zum Titel?

Im April sollen die Testarbeiten mit dem neuen Citroën C3 WRC beginnen. Beim Ziel, die Weltmeistertitel wieder nach Frankreich zu holen, könnte auch der verlorene Sohn Sebastien Loeb eine Rolle spielen.

27. März 2016

Michael Heimrich

Bei Citroën Racing wird Vollgas gegeben. „Rund 80 Prozent unserer Mitarbeiter kümmern sich aktuell um das neue WRC-Projekt“, bestätigte Teamchef Yves Matton. Der Rest wickelt den Tourenwagen-Einsatz ab, der am Ende der Saison eingestellt wird. Künftig fährt man nicht mehr zweigleisig, sondern konzentriert sich ausschließlich auf die Rallye-Weltmeisterschaft. 
Das neue World Rally Car soll ab April getestet werden, für das Auto zeichnen sich erstmals Alexis Avril und Laurent Fregosi verantwortlich. Xavier Mestelan-Pinon, der den C4 WRC und den DS3 WRC entwarf, wurde zu DS Performance abkommandiert und kümmert sich dort um das neue Formel-E-Auto.

Testet Loeb das neue WRC?

Als Testfahrer stehen Citroën nicht nur die aktuellen Fahrer Kris Meeke, Stephane Lefebvre und Craig Breen zur Verfügung, man verpflichtete mittlerweile auch den erfahrenen Alex Bengue. Zusätzlich könnte kein Geringerer als Sebastien Loeb seinem Ex-Team zur Seite stehen. „Im Moment haben wir mit Sebastien noch nicht über diese Möglichkeit gesprochen. Aber ich würde es nicht ausschließen. Auf jeden Fall wäre es sehr interessant“, sagte Matton gegenüber L’Equipe.
Noch hat Citroën den C3 als neues Basismodell nicht bestätigt. Das Serienmodell wird im Herbst auf dem Pariser Autosalon erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, gut möglich, dass man diese Gelegenheit nutzt, um auch die WRC-Variante zu zeigen. Matton lässt sich diesbezüglich nur wenige Informationen entlocken: „Es sollte ein neues Modell sein und sich gut für den Einsatz als World Rally Car eignen.“

2018 soll der Titel her

Die Ziele für die Zukunft sind dagegen klar gesetzt. Im kommenden Jahr sollen Siege her und spätestens 2018 will Citroën wieder Weltmeister sein. Auf dem Weg dahin müssen die Franzosen nicht nur Platzhirsch Volkswagen vom Thron stoßen, sondern bekommen es auch mit Neueinsteiger Toyota zu tun. Das japanische Team unter Federführung von Tommi Mäkinen soll budgetmäßig am besten aufgestellt sein. „Es wird sehr interessant, wen sie als Fahrer verpflichten werden“, meine Matton, der im Herbst ebenfalls entscheiden muss, welche Piloten künftig für sein Team fahren werden. Bislang hat nur Kris Meeke einen mehrjährigen Vertrag bekommen.

VIDEO: Sebastien Loeb vs. Sebastien Ogier


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