Loeb hatte Lust auf mehr WRC-Einsätze

Die Entscheidung von Citroën, Sebastien Loeb vor die Tür zu setzen, hat die Rallyefans um eine Neuauflage des Duells zwischen dem Rekordchampion und seines Nachfolgers Sebastien Ogier gebracht.

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  • Sebastien Loeb startet in diesem Jahr für Peugeot

    Sebastien Loeb startet in diesem Jahr für Peugeot

Die Entscheidung von Citroën, Sebastien Loeb vor die Tür zu setzen, hat die Rallyefans um eine Neuauflage des Duells zwischen dem Rekordchampion und seines Nachfolgers Sebastien Ogier gebracht.

Damit hatte keiner gerechnet. Im vergangenen Herbst setzte Citroën Sebastien Loeb überraschend vor die Tür. Offiziell, weil er im Dakar-Programm von Peugeot so sehr eingespannt wäre. Hinter vorgehaltener Hand war man jedoch der Meinung, Loeb sei zu alt, um noch den Durchbruch in der Tourenwagen-WM zu schaffen. Gleichzeitig wurde man so auch einen der größten Posten im Gesamtbudget los, denn Loeb zählt seit langer Zeit zu den Besserverdienern im Motorsport.

In seiner persönlichen Stellungnahme bedankte sich Loeb für die gemeinsamen Jahre, zeigte sich aber auch verwundert über das vorzeitige Ende. Schließlich hatte er fest damit gerechnet, noch eine dritte Saison auf der Rundstrecke bestreiten zu können. So jedenfalls sah es sein Plan vor, als er Citroën Racing mehr oder weniger zu einem Programm in der Tourenwagen-WM drängte.

Doch Loeb hatte sich für 2016 noch mehr vorgenommen. Wie der Rekord-Weltmeister jetzt verriet, hätte er sich gut vorstellen können, neben der Dakar und WTCC auch ein oder zwei Läufe in der Rallye-WM zu bestreiten. Nebenbei wäre er Citroën bei der Entwicklung des neuen C3 WRC behilflich gewesen, mit dem die Marke ab 2017 wieder in die Erfolgsspur zurückkehren soll. „Aber jetzt bin ich komplett bei Peugeot und es würde schwierig sein, etwas mit Citroën zu machen“, äußerte Loeb gegenüber ‚Autosport’. „Sie hätten eine gute Möglichkeit gehabt. Aber die Chance ist vertan.“

Statt auf Loeb setzt Citroën voll auf Kris Meeke. Er bekam einen neuen Dreijahresvertrag und wird nicht nur das neue World Rally Car entwickeln, sondern auch mindestens acht WM-Läufe bestreiten. Loeb hätte auf der anderen Seite genügend Zeit, für seinen neuen Arbeitgeber Peugeot einen Abstecher in die Rallycross-WM zu machen.

VIDEO: Sebastien Loeb vs. Sebastien Ogier


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