Barbosa: „Polen zahlt, andere weigern sich“

Der Portugiese Carlos Barbosa wurde kürzlich zum neuen Vorsitzenden der FIA Rallye-Kommission ernannt. Jetzt machte er zum ersten Mal deutlich, dass ihm viele neue Dinge, die vom WM-Promoter angeschoben wurden, nicht so richtig schmecken wollen.

3. Januar 2014

Michael Heimrich

Barbosa: „Polen zahlt, andere weigern sich“

„Eine Menge Dinge müssen sich ändern“, erklärte Barbosa. „Vieles davon was der Promoter und die Teams haben möchten, stimmt aber nicht mit dem überein, was FIA-Präsident Jean Todt sehen will. Dabei ist vor allem das Thema der „traditionellen Formate”, die sich der FIA-Boss sehnlichst wieder herbei wünscht, noch lange nicht vom Tisch. Zwar müssen in der kommenden Saison alle Veranstalter ihren Zeitplan wieder bis Sonntagmittag ausdehnen, doch nach Ansicht von Todt sollte vor allem die Gesamtstrecke wieder deutlich zulegen. Die Kosten für die Organisation einer solchen langen Rallye seien nicht viel höher, ist sich Barbosa sicher.

Dem Portugiesen ist deshalb auch die künftige Konzentration auf die abschließende Power-Stage ein Dorn im Auge. „Es macht keinen Sinn, die Vermarktung der Meisterschaft nur auf die Power-Stage zu konzentrieren. Die Vermarktung muss das ganze Jahr laufen und ständig für Nachrichten sorgen. Damit kommen wir zu einem anderem Thema: Wer bezahlt für die Vermarktung und ist es richtig, dass Veranstalter dafür bezahlen müssen, wenn sie in die Meisterschaft einsteigen? Polen bezahlt für das WM-Prädikat, andere weigern sich. Das ist nicht richtig.“

Barbosa, der bei seiner Ernennung deutlich machte, dass seine neue Funktion als Kommissions-Vorsitzender keine Garantier für den WM-Lauf in Portugal darstellt, macht klar und deutlich, nach welchen Punkten ein WM-Prädikat vergeben werden sollte. „Das wichtigste Kriterium muss doch die Qualität der Organisation sein und die finanziellen Möglichkeiten, damit der WM-Lauf sicher ablaufen kann. Die Aufnahme in den WM-Kalender hat nichts mit dem Land, sondern nur mit den organisatorischen Möglichkeiten zu tun. Dazu sollten die WM-Läufe charakteristisch für die Region sein, in der sie stattfinden. So können sie ihr eigenes Profil entwickeln.“

Gesprächsbedarf besteht auch bei der Einführung der „neuen Technologie“, die Todt vor zwei Jahren für die WM 2015 angekündigt hatte. Der Vorstoß des FIA-Präsidenten stieß auf wenig Interesse bei den Teams. Barbosa erklärt, dass es bei den Herstellern Bedenken gibt, dass die Autos nicht konkurrenzfähig wären und die Kosten enorm hoch sind. Einen neuen Denkanstoß könnte die Rückkehr von Hybrid-Pionier Toyota geben, mit der Barbosa fest rechnet. Die Japaner hatten in der Vergangenheit bereits deutlich gemacht, dass man die Hybrid-Technik auch gerne im Rallyesport demonstrieren möchte. Über die Rahmenbedingungen für die Einführung ist bislang allerdings nicht gesprochen worden.

Aktuelle Schlagzeilen

Noch keine Entscheidung

Hyundai denkt bereits an 2029

29. September 2026

Blick in die Zukunft

Neue Alpine A110 zeigt erstmals ihre Form

29. September 2026

Zum letzten Mal

Zeitplan Rallye Sardinien 2026

29. September 2026

Rallye Coeur de France

Mutmaßliche Sabotage stoppt Cup-Spitzenreiter Arthur Roché

28. September 2026

61. ADAC Holsten Rallye

Ravenol DRC: Gerhard wird Zweiter beim Schotter-Fest

28. September 2026

Rallye Elba Storico

Delecour holt mit Peugeot 306 Maxi den EM-Titel

28. September 2026

Alle Schlagzeilen

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.

Der Upload läuft... bitte lassen Sie dieses Fenster geöffnet.