„Auf keinen Fall nachlassen“

Manfred Stohl lieferte sich mit Dani Sordo einen tolles Duell und konnte ihn vom dritten Rang verdrängen. Doch zu Ende ist der Kampf noch lange nicht.

18. November 2006

Michael Heimrich

„Auf keinen Fall nachlassen“

Der zweite Tag der Rallye Neuseeland begann für Manfred Stohl wahrlich nicht nach Wunsch. Laut Wettervorhersage wurde mit leichtem Regen gerechnet. Doch als der OMV-Pilot am Start zu ersten Prüfung des Tages stand, ging ein Wolkenbruch nieder, der den ganzen Vormittag andauerte.

Anstatt auf Dani Sordo aufzuholen, vergrößerte sich der Rückstand von zwei auf zwölf Sekunden. Stohl: ?Wir hatten die falschen Reifen. Da hat es keinen Sinn gemacht, voll zu attackieren, weil die Gefahr eines Abfluges zu groß ist.?

Mit neuen Dämpfern und weicheren Reifen ging es dann viel besser. Bereits auf der ersten Prüfung am Nachmittag konnte er den Rückstand aufholen und wenig später den Vorsprung sogar ausbauen. Damit liegt der OMV-Pilot nach dem zweiten Tag wieder auf einem Podiumsplatz. Stohl: ?Plötzlich war alles problemlos. Wir konnten ein sehr hohes Tempo gehen. Doch noch steht ein sehr schwerer Tag bevor. Wir dürfen am Sonntag auf keinen Fall nachlassen.?

Für Teamkollegen Henning Solberg endete die Aufholjagd auf seinen Bruder Petter auf der zehnten Prüfung. Nachdem der 33-jährige OMV Pilot über eine halbe Minute gut gemacht hatte und den siebenten Platz absicherte, überschlug er sich kurz nach dem Start der zehnten Prüfung.

?Es passierte in einer Linkskurve. Wir kamen zu weit nach aussen und rollten über die Böschung. Da wir auf dem Dach liegen blieben, mussten uns Fans helfen das Auto wieder aufzustellen. Das hat dann sehr lange gedauert?, so Henning. Der norwegische OMV Pilot setze ohne Windschutzscheibe die Fahrt fort und erzielte dennoch auf der letzten Prüfung des Tages die drittbeste Gesamtzeit. In der Gesamtwertung fiel Solberg auf den 14. Platz zurück.

Der Finaltag der ?Propecia Rally New Zealand? steht ganz im Zeichen der berühmten Sonderprüfung Whaanga Coast. Der 29,82 Kilometer lange Abschnitt gilt unter den Fahrern als eine der fünf schönsten Strecken der Welt. Fast die Hälfte der Strecke führt direkt entlang des Meeres. Insgesamt stehen sechs Sonderprüfungen mit 95,48 Kilometer auf dem Programm. Der Zieleinlauf ist um 15.00 Uhr (Ortszeit) im Servicepark von Mystery Creek.

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