Armin Schwarz – ohne große Erwartungen nach Kenia.

Das Hyundai-Team sieht dem WM-Klassiker in Kenia mit gemischten Gefühlen entgegen - vorrangig will man bei der Safari wichtige Informationen für 2003 sammeln.

4. Juli 2002

Michael Heimrich

Armin Schwarz – ohne große Erwartungen nach Kenia.

Armin Schwarz konnte zwar im letzten Jahr mit dem Skoda Octavia WRC die Rallye als Dritter beenden, dennoch sieht der Oberreichenbacher dem Start in Kenia nicht gerade erwartungsfroh entgegen und bleibt realistisch: "Die Safari ist mit Sicherheit die schönste Rallye in der Weltmeisterschaft, aber wir haben eigentlich keine großen Hoffnungen wirklich konkurrenzfähig zu sein. Wir müssen daher sehen, soviele Informationen wie möglich zu erhalten."

"Wir freuen uns wirklich alles sehr auf den Start in Kenia. Aber unser Accent WRC³ ist eher für die europäischen Schotterevents ausgelegt worden", erklärte Team-Chef David Whitehead. "Unser Hauptziel wird es daher sein, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln und das Auto im Hinblick auf das kommende Jahr weiter konkurrenzfähig zu machen."

Bei der diesjährigen Ausgabe des afrikanischen Rallye-Klassikers wird erneut Juha Kankkunen das Team unterstützen. Der dreimalige Safari-Sieger sieht in der Streckenänderungen eine wesentliche Vereinfachung der Veranstaltung: "Durch die neue Kompaktheit der Rallye durchquert man nicht mehr verschiedene Gebiete des Landes und die Servicezonen liegen enger beeinander. Daher muss man keine taktische Rallye mehr fahren und kann viel mehr Vollgas geben. Ebenso braucht man als Fahrer nicht mehr soviel Rücksicht auf das Auto, die Reifen und den Benzinverbrauch nehmen."

Teamkollege Freddy Loix sieht im Wetter einen entscheidenden Faktor: "Das Wetter kann jederzeit umschlagen und wir müssen mit extrem schlechten Sichtbehinderungen kämpfen. Letztes Jahr konnte ich stellenweise keinen Meter weit sehen. Die Scheibenwischer waren fast nutzlos und ich musste aus dem Fenster schauen, um überhaupt zu erkennen wo ich lang fahre. Aber wir haben ja schon in Zypern für solche Bedingungen trainiert."

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