Armin Kremer: Starke Leistung nicht belohnt

Die gute Leistung vonArmin Kremer während der Rallye Deutschland blieb unbelohnt: Der Europameister schied am Morgen durch einen Unfall vorzeitig aus.

25. August 2002

Michael Heimrich

Armin Kremer: Starke Leistung nicht belohnt

Bei der deutschen WM-Premiere hatten Kremer/Schneppenheim einen Platz in den Top 10 angepeilt. Dieses Ziel schien in greifbarer Nähe, denn das deutsche Ford-Team startete auf Position zehn in die Schlussetappe. ?Bei dieser schwierigen Rallye unter die ersten Zehn zu kommen, wäre ein super Ergebnis gewesen?, meinte Teamchef Erwin Weber. ?Es ist nicht so einfach, sich mit den besten Fahrern der Welt zu messen, die anders als Armin fast ständig im Rallyeauto sitzen.?

Zwei Tage lang hielten Kremer/Schneppenheim bei der deutschen WM-Premiere mit der Weltelite mit. Auf der 17. von insgesamt 23 Wertungsprüfungen kamen die beiden Deutschen jedoch in einer schnellen Rechtskurve auf einer Kuppe von der Strecke ab. Der Ford Focus RS WRC prallte mit rund 170 km/h gegen die Leitplanken und fing Feuer, nachdem sich Kremer/Schneppenheim unverletzt aus dem Cockpit befreit hatten.

?Der Unfall hat gezeigt, dass der Ford Focus ein sehr robustes und sicheres Auto ist?, erklärte Erwin Weber. ?Dass die beiden unverletzt sind, ist das Wichtigste. Leichtsinn war nicht die Unfallursache: Wenn man erfolgreich sein will, muss man sich permanent im Grenzbereich bewegen. Da kann es schon mal passieren, dass man die Grenze übertritt.?

Armin Kremer sprach vom ?heftigsten Abflug, den ich je hatte ? der Aufprall war atemberaubend. Ich kannte die Passage vom letzten Jahr, da sind wir sie bei gleichen Bedingungen ohne weiteres voll gefahren. In der Senke vor der Kuppe begann aber das Heck zu springen und brach aus, deshalb haben wir die Rechtskurve nicht mehr geschafft.?

Trotz des Ausfalls und der damit verbundenen Enttäuschung nahm der amtierende Rallye-Europameister auch positive Eindrücke vom ersten Rallye-WM-Lauf in Deutschland mit nach Hause. ?Die Zuschauerresonanz war sensationell. Es ist toll zu sehen, wie populär der Rallyesport bei uns ist.?

225.000 Zuschauer erlebten die Premiere, bei der Colin McRae als bester Ford-Pilot auf Rang vier ins Ziel in Trier kam. Markko Märtin fuhr als Sechster mit seinem Ford Focus RS WRC ebenfalls in die WM-Punkte.

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