Argentinien: Die offene Rechnung von Ogier

Man mag es kaum glauben, aber noch nie konnte Sebastien Ogier die Rallye Argentinien gewinnen. Das soll sich in einer Woche ändern.

15. April 2016

Michael Heimrich

Argentinien: Die offene Rechnung von Ogier

Das Kinderzimmer für den freudig erwarteten Familienzuwachs hat er noch schnell renoviert, jetzt macht sich Weltmeister Sebastien Ogier auf den Weg nach Argentinien. In Südamerika hat er noch immer eine offene Rechnung, denn die Rallye Argentinien ist die einzige Bestands-Rallye im Kalender der Weltmeisterschaft, die er bisher nicht für sich entschieden hat.

Alle anderen zwölf Läufe von Monte Carlo bis Australien, an denen Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia teilgenommen haben – China ist im September seit 1999 zum ersten Mal wieder Teil der Rallye-WM –, haben sie wenigstens einmal gewonnen.

„Auch dieses Jahr wird es nicht einfach, weil wir wieder als Erste auf die Strecke gehen. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben, um meine persönliche Bilanz zu verbessern und die Rallye zum ersten Mal zu gewinnen. Bisher lief die Saison für Julien und mich optimal, wir haben immer das bestmögliche Ergebnis eingefahren. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr optimistisch für Argentinien“, sagte Ogier.

„El Cóndor“, „Mina Clavero“ und „Los Gigantes“

Keine einzige Wertungsprüfung der Rallye Argentinien bleibt im Vergleich zu 2015 unverändert: 22,8 Prozent der Gesamtdistanz werden auf komplett neuen Streckenabschnitten ausgetragen und über die Hälfte der Prüfungen aus den Vorjahren müssen in umgekehrter Fahrtrichtung bewältigt werden. Darunter auch die berühmt-berüchtigte Powerstage „El Cóndor“. Außerdem kehrt die beliebte WP „Mina Clavero“ unweit der „El Cóndor“-Prüfung zurück. Die WP „Los Gigantes“, von der zuletzt 2012 nur ein kurzer Abschnitt auf der Agenda stand, steht dagegen erstmals auf dem Programm.

Auch die Bedingungen fordern die Fahrer heraus. „Das Wetter kann allerdings sehr tückisch sein. Oftmals schränkt dichter Nebel die Sicht ein, was für einen Rennfahrer nicht sehr angenehm ist. Beim Untergrund müssen wir uns im Vergleich zu Mexiko umstellen, denn der Schotter ist viel weicher, der Boden viel sandiger. Das erfordert einen anderen Fahrstil“, so Ogier.

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