„Alles nach Plan“ für Ogier

Latvala setzt Ogier weiter unter Druck, aber der lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und fährt gelassen in Richtung Spanien-Sieg und WM-Titel. Ebenfalls auf Podiumskurs liegt Mikko Hirvonen.

25. Oktober 2014

Michael Heimrich

„Alles nach Plan“ für Ogier

Kaum hatte Kris Meeke „Es wäre ein Wunder, wenn hier niemand einen Fehler macht“ gesagt, riss sich Robert Kubica in der Jubiläums-WP „Escaladei“ ein Rad ab. Andreas Mikkelsen kam mit einem Reifenschaden noch vergleichsweise glimpflich davon, ist aber raus aus dem Kampf um den letzten Platz auf dem Podium. Ziemlich ratlos rollte Mikkelsen ins Ziel. „Wir hatten höllische Vibrationen im Auto. Keine Ahnung, wie oder wo das passiert ist“, meinte der Norweger, der hinter Thierry Neuville auf Rang sieben zurück fiel.
Für Fahrer und Reifen war die 50 Kilometer lange „Escaladei“ auf teilweise 35 Grad heißem Asphalt ein Kraftakt. Auch Sébastien Ogier kam mit einem Loch in der Lauffläche eines Vorderreifens ins WP-Ziel, fuhr dennoch Bestzeit und nahm Latvala 4,6 Sekunden ab. „Ich musste 20 Kilometer so fahren, aber wir sind wohl noch einmal davon gekommen“, atmete Ogier auf.
Nachdem er damit noch einmal gezeigt hatte, wer der Herr im Haus ist, ging Ogier anschließend wieder vom Gas. „Wir wollten den Vorsprung unter Kontrolle zu halten. Glückwunsch an Jari-Matti, er war heute richtig schnell und hat uns dazu gezwungen, ebenfalls nicht nachzulassen. Aber so langsam sieht es ganz gut aus. Der Plan war, den Tag mit 20 Sekunden Luft auf Rang zwei zu beenden. Es kann natürlich nicht schaden, dass es ein bisschen mehr ist.“
Latvala haderte mit dem Bremsen, war aber bei den beiden nächsten Prüfungen schneller als der Volkswagen-Teamkollege und hat vor der letzten Etappe 27,3 Sekunden Rückstand. „Das Auto ist super, die Bremsen sind es weniger. Ich muss ziemlich feste treten und verliere Zeit durch Untersteuern. Ich gebe alles, was ich kann“, meinte Latvala im Tagesziel. „Im Großen und Ganzen war ein guter Tag. Ich bin aber immer noch enttäuscht, dass es gestern nicht besser gelaufen ist. Ich wollte um den Sieg kämpfen, das scheint aber jetzt nicht mehr möglich.“
Auf Podiumskurs liegt Mikko Hirvonen im Ford Fiesta, der nach dem Plattfuß von Andreas Mikkelsen und einer ordentlichen Vorstellung auf spanischem Asphalt alleine auf weiter Flur den dritten Rang belegt. Mads Östberg (Citroën DS3) musste abreißen lassen und hat knapp eine halbe Minute Rückstand auf Hirvonen. Weitere 22 Sekunden dahinter belegt Dani Sordo im Hyundai i20 Rang fünf.

Zwischenstand nach 13 von 17 Prüfungen

01. S. Ogier / J. Ingrassia Volkswagen 3:04:14.5
02. J. Latvala / M. Anttila Volkswagen +27.3
03. M. Hirvonen / J. Lehtinen Ford +1:18.6
04. M. Östberg / J. Andersson Citroën +1:48.3
05. D. Sordo / M. Marti Hyundai +2:10.4
06. T. Neuville / N. Gilsoul Hyundai +3:36.1
07. A. Mikkelsen / O. Floene Volkswagen +3:48.2
08. M. Prokop / J. Tománek Ford +7:31.0
09. H. Paddon / J. Kennard Hyundai +8:28.5
10. Y. Protasov / P. Cherepin Ford +9:50.6

LINK: Aktuelle Ergebnisse Rallye Spanien 2014 …

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