Aigner: Doppelte Premiere

Andi Aigner wird in den kommenden Tagen bei der Rallye Frankreich im Elsass erstmals seit 2008 wieder bei einem WM Lauf am Steuer sitzen. Spannende Tage für den Österreicher, der zwei Premieren erlebt.

4. Oktober 2012

Michael Heimrich

Seit seinem letzten WM Lauf im Jahr 2008, bei dem er sich auch den PWRC Weltmeistertitel holte, ist viel Zeit vergangen. Heuer konnte er sich bereits in der IRC mit drei Klassensiegen bei vier Läufen in Szene setzen und beweisen, dass er nichts verlernt hat.

Manfred Stohl gelang es für Andreas einen Test und in weiterer Folge den WM-Einsatz in Frankreich im Proton Motorsport Team zu erwirken, selbstverständlich unter der Zustimmung von Subaru STI. "Für Andi wird es wichtig sein, diese Chance optimal zu verwerten und mit konstanter Leistung zu überzeugen und das Auto heil ins Ziel zu bringen", so Manfred Stohl.

Für Andreas ist sein Comeback auf die Bühne des großen, internationalen Rallyesport eine Premiere aus doppelter Sicht. Zum ersten Mal in seiner Karriere pilotiert er ein S2000 Auto. Die zweite Novität ist der Copilot. Ilka Minor musste den geplanten Einsatz kurzfristig absagen, da Sie die verbleibenden drei WM-Läufe an der Seite des jungen Russen Evgeny Novikov bestreiten wird. "Eine riesen Chance die Ilka auf keinen Fall auslassen durfte", zeigt sich Andi verständnisvoll und freut sich mit Ilka. Auf der Suche nach einem gleichwertigen Ersatz war guter Rat teuer. Armin Schwarz, der Andreas seit der Red Bull Junior Sichtung unterstützt, hatte letztlich die zündende Idee. Detlef Ruf wird Andreas über die rund 400 WP-Kilometer navigieren. Ruf ist zwar seit 2003 nur sporadisch als Rallye-Copilot unterwegs, da er sich voll auf das Abenteuer Rallye Dakar fokussiert hat.

"Ich kann meine Gefühlswelt in diesen Tagen nur schwer beschreiben. Es ist richtig ergreifend wieder WM Luft zu schnuppern. Ich freue mich unglaublich auf die nächsten Tage und werde meine Chance mit Konsequenz und Konstanz umsetzten. Nachdem wir den Großteil der Prüfungen bereits besichtig haben kann ich sagen, dass mir die Charakteristiken der Prüfungen liegen. Es ist alles dabei. Der erste Tag ist sehr schnell und zum Teil breit. Bei wechselnden Bedingungen gibt es ähnliche ‚black tops‘ wie wir Sie bei der Barum Rallye hatten. Am zweiten Tag geht es dann enger, wellig, dennoch schnell durch die Weingärten", meinte Andreas während der Vorbereitung.

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