Neue Klassen auch in Deutschland

Nach der FIA hat auch der DMSB die Klasseneinteilung geändert. Zu den 10 FIA-Klassen kommen im deutschen Rallyesport noch 19 nationale Klassen.

4. Januar 2011

Michael Heimrich

Neue Klassen auch in Deutschland

In der Sache sind die Änderungen nicht gravierend, neue FIA-Gruppen wie R4 für Turbo-Allradler und RGT für die Sportwagen sind in die DMSB-Klassen eingearbeitet worden. Die nationalen Gruppen H und G bleiben separat, in der neuen Gruppe C finden sich 7 Klassen für die CTC/CGT-Fahrzeuge.

Neu und gewöhnungsbedürftig sind allerdings die Nummern für die einzelnen Klassen. Die ersten zehn Klassen sind den FIA-Gruppen vorbehalten. Auch die Nummerierung wird der FIA angeglichen. Dabei werden die Gruppe-F-Fahrzeuge wie bisher mit den Gruppe-N-Autos gemeinsam gewertet. In der Klasse 4 werden die FIA-GT zusammen mit den „deutschen“ GT gewertet.

Die Klasse 1 für die neuen Super 2000 mit Turbomotor spielt in Deutschland keine Rolle. In der Klasse 2 starten die bisherigen Super 2000 zusammen mit den neuen R4-Fahrzeugen. Die FIA-Klasse 3 für Gruppe N über 2000 ccm wird in Deutschland (wie bisher) aufgeteilt: Klasse 3A für die Allradler mit mehr 3000 ccm Hubraum und Klasse 3B für alle Nicht-Allradler über 2000 ccm und die Allradler bis 3000 ccm.

In der Klasse 5 tummeln sich alle R3-Autos (Sauger, Turbo, Diesel), die Super 1600 und die aussterbenden Gruppe A bis 2000 ccm. Die Klasse 6 gehört den R2B-Fahrzeugen sowie Gruppe-A-Autos bis 1600 ccm. Die Klasse 7 für Gruppe A bis 1400 ccm wird meistens leer bleiben.

Dagegen wird die Klasse 8 schnell populär werden; hier starten Fahrzeuge der Gruppen N und F bis 2000 ccm. Entsprechend  fahren in den Klassen 9 und 10 solche Fahrzeuge mit 1600 bzw. 1400 ccm, die R1-Autos eingeschlossen.

Keine Änderungen gibt es bei den nationalen Gruppen H und G. Die Gruppe H behält die Nummern 11 (Trabi) bis 16 (Allrad-Turbo), die Gruppe G die Nummern 17 bis 21. Die Fahrzeuge aus den Gruppen CTC/CGT werden jetzt in zwei Perioden (Homologationsjahr bis 1981 bzw. 1982 bis 2003) und jeweils drei Hubraumklassen eingeteilt und erhalten die Nummern 23 bis 29.

Die DMSB-Klassen gelten auch für die Rallye-200-Veranstaltungen. Hier sind jedoch Fahrzeuge der Klassen 1 und 2 (Super 2000, R4), 4 (GT), 5 (R3 u.a.), 6 (R2 u.a.), 7 (Gruppe A bis 1400 ccm) und 29 (CTC-WRC) nicht zugelassen.

Komplette Listen unter www.top100-rallye.de

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