Lohr startet im Diesel-Masters

Nach Formel 3, DTM, Truck Racing und Dakar stellt sich Deutschlands Top-Allrounderin nun der nationalen Diesel-Konkurrenz im HJS Diesel Masters.

6. Oktober 2006

Michael Heimrich

Lohr startet im Diesel-Masters

Zum Saisonabschluss wartet das HJS Diesel Rallye Masters noch einmal mit einem echten Highlight auf: Keine Geringere als Deutschlands schnellste Rennfahrerin gibt bei der ?ADAC-Rallye St. Wendeler Land? (13./14. 10. 2006), dem siebten und letzten Lauf der populären Serie, ihr Debüt auf deutschen Rallyepisten. Ellen Lohr, die einzige Frau, die in der Geschichte der DTM einen Meisterschaftslauf gewinnen konnte, wird im Saarland im offiziellen HJS-Gastauto, einem Opel Astra GTC, am Start stehen und beim Finale für zusätzliche Spannung sorgen.

?Genau genommen ist dies sogar meine erste richtige Rallye?, sagt Ellen Lohr und erklärt: ?Die Anforderungen sind hier ganz andere, als bei einem Marathon wie der ?Dakar?. Um auf diesen Asphaltstrecken schnell zu sein, muss man immer am Limit fahren. Das geht nur im eingespielten Team und mit einem optimalen Aufschrieb. Bei beidem betrete ich Neuland. Denn erstmals werde ich hier das Cockpit mit meiner neuen Dakar-Beifahrerin Antonia De Roissard teilen. Eine gute Gelegenheit uns ohne Druck aufeinander einzuspielen. Zudem dient dieser Gaststart für mich dazu, die HJS Diesel Rallye Masters und die deutsche Rallyeszene besser kennen zu lernen.?

Denn was viele noch nicht wissen, seit Anfang des Monats leitet die in Monaco lebende Powerfrau das Marketing im Deutschen Motorsport Verband (DMV) einer der Partner der HJS Diesel Rallye Masters. ?Ich denke, dass dieser Gaststart für meine künftige Tätigkeit im DMV ein guter Weg ist. So kann ich mich über die spezifischen Interessen der Teilnehmer, Veranstalter und Zuschauer in der deutschen Rallyeszene ein Bild machen. Der Wettbewerbsgedanke steht für mich diesmal im Hintergrund.?

Anders bei den Fahrerkollegen aus dem HJS Diesel Rallye Masters: So möchte Horst Rotter (Opel-Astra GTC) beim Finale noch einmal zeigen, dass seine beeindruckende Siegesfahrt in Thüringen kein Zufall war. Den Titel machen derweil zwei andere Hessen unter sich aus. Denn noch ist Tabellenführer Markus Moufang (BMW 120d), der gegen eine Entscheidung und damit das offizielle Ergebnis der Thüringen Rallye in Berufung ging, noch nicht Champion. Sollte seine Berufung abgelehnt werden, könnte ihm Siggi Steinacker (VW Golf IV) die Krone noch streitig machen. Dies jedoch nur, wenn er im Saarland 8 Punkte mehr als Moufang holt.

Der siebte und letzte Lauf zur HJS Diesel Rallye Masters 2006 findet am 14. Oktober bei der Rallye St. Wendeler Land statt.

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