„Es war sehr depremierend“

Am 17. und 18. September findet erstmalig im DRS-Kalender die ADMV-Rallye Zwickauer-Land statt. Für Maik Stölzel bereits das zweite Heimspiel in diesem Jahr.

9. September 2010

Michael Heimrich

„Es war sehr depremierend“

Maik, bisher hattest du viel Pech in der Saison 2010 – woran hat es gelegen?
Im vergangenen Jahr gelangen uns auf Anhieb tolle Ergebnisse. Die Saison 2010 hingegen läuft seit der ersten Veranstaltung im März sehr Verhalten. Zu Beginn war im Frühjahr das Wetter überhaupt nicht für Hecktriebler geeignet, später kamen Fahrwerksprobleme dazu und das Auto hatte nie die wirkliche Leistung, die auf dem Papier steht. Seit August haben wir nun ein neues Fahrwerk, mit dem sich das Fahrzeug in Extremsituationen wesentlich besser fahren lässt. Und seit der Wartburg-Rallye sehen wir, dass auch die Zeiten wieder stimmen und wir wieder mit vorne dabei sind.

Was war das für ein Gefühl, wieder in der Spitze mit dabei zu sein?
Nicht in der Spitze zu fahren ist schon sehr deprimierend! Wenn du weißt, dass mit dem Auto nicht mehr möglich ist, ist man auch fahrerisch nicht optimal dabei. Da kommt dann sprichwörtlich eins zum anderen. Umso schöner ist es dann, wenn sich die harte Arbeit und die Verbesserungen, die wir im Team umgesetzt haben, endlich Früchte tragen.

Der 3. Platz in Niederbayern zeigt die klare Tendenz nach oben. Motiviert Dich das für die Rallye Zwickauer-Land?
Wir sind jetzt etwas über ein Jahr im Porsche unterwegs und es fehlt uns ein Gesamtsieg. Nach dem frühen Aus bei der Sachsen-Rallye haben wir glücklicherweise noch eine zweite Chance zu Hause und da wollen wir auf Sieg fahren.

Das bedeutet, dass es gar kein anderes Ziel als den Sieg geben kann?
Ja, ich will endlich mal wieder eine Rallye gewinnen.

Ihr hattet erstmalig zurNiederbayern-Rallye ein neues Fahrwerk im Einsatz. Welche Erfahrungen hattet ihr damit gemacht?
Sehr positive. Es passt um Welten besser zum Porsche. Wir sind ohne Test an den Start gegangen und es wurde im Laufe der Veranstaltung immer besser. Das Vertrauen in das Auto wird viel größer, weil das neue Fahrwerk im Grenzbereich Möglichkeiten zur Reaktion lässt und das Auto beherrschbar bleibt.

Welche Veränderungen werdet ihr noch vor eurer Heim-Rallye durchführen?
Der Schotteranteil ist relativ hoch, wir werden daher die Fahrzeughöhe darauf anpassen und die Geometrie etwas weicher abstimmen.

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