Sehnsucht Dakar

Vom 1. bis 17. Januar 2010 messen sich in Argentinien und Chile, der neuen Heimat der Dakar, die weltbesten Offroad-Piloten auf mehr als 9.000 Kilometern.

30. Dezember 2009

Michael Heimrich

Sehnsucht Dakar

Nach dem überzeugenden Vorjahreserfolg von Volkswagen gelten alle fünf Race Touareg erneut als Siegkandidaten. Am Steuer sitzen mit „Titelverteidiger“ Giniel De Villiers, dem zweifachen Rallye-Weltmeister Carlos Sainz, dem US-amerikanischen Baja-Spezialisten Mark Miller, Neuzugang Nasser Al-Attiyah und dem Brasilianer Mauricio Jose Neves einige der größten Könner ihrer Zunft.

Als stärkster Gegner wird das Quartett der vom deutschen X-Raid-Team eingesetzten BMW X3 CC gehandelt. Speerspitze und „Dakar“-Legende Stéphane Peterhansel will nach sechs Triumphen auf dem Motorrad und drei Erfolgen im Geländewagen nun den ersten Dakar-Sieg für die bayerische Marke holen. Mit Juan „Nani“ Roma, Guerlain Chicherit und Leonid Novitsky hat er schnelle teaminterne Konkurrenz.

Echter Herausforderer statt nur Farbtupfer im Duell der deutschen Werksmannschaften will das Team JMB Straddale Off-Road sein. Die „Dakar“-erfahrene Equipe tritt mit mehreren Ex-Werks-Pajero von Mitsubishi an. Aussenseiterchancen besitzt der deutsche Rekordmeister Matthias Kahle, der zusammen mit Co Thomas Schünemann die Buggy-Wertung gewinnen will.

Die 32. Rallye Dakar startet am 1. Januar 2010 in Buenos Aires. Die argentinische Hauptstadt ist am 17. Januar zugleich Zielort des Events. Die 9.030 Kilometer lange Strecke – davon 4.810 als Wertungsprüfung – besteht aus extrem unterschiedlichen Untergründen. Neben den schnellen Flachetappen durch Argentinien stehen den Teilnehmern steinige Bergpfade und natürlich die Fahrt durch die gigantischen Sanddünen der chilenischen Atacama-Wüste bevor. Die Prüfungen im trockensten Gebiet der Erde stehen in der ersten „Dakar“-Woche auf dem Programm, am 9. Januar ist im nordchilenischen Antofagasta der einzige Ruhetag geplant.   

„Die Rallye Dakar in Südamerika ist etwas ganz Besonderes“, so Volkswagen Werkspilot Mark Miller. „Anders als in den Jahren in Afrika ist jeden Tag von jedem Typus Terrain etwas dabei. Schotter, Sand, Trial-artige Passagen – das fordert Allrounder-Qualitäten und bevorteilt keinen bestimmten Fahrertyp.“ 

Statistisches:     
„2010 Rally Dakar Argentina Chile“ (1. – 17. Januar 2010); Gesamtlänge (Pkw und Trucks): 9.030 Kilometer, davon 14 Wertungsprüfungen über 4.810 Kilometer.

Die Sieger der vergangenen zehn Ausgaben:
1999 Jean-Louis Schlesser/Philippe Monnet, Schlesser Buggy
2000 Jean-Louis Schlesser/Henri Magne, Schlesser Buggy
2001 Jutta Kleinschmidt/Andreas Schulz, Mitsubishi
2002 Hiroshi Masuoka/Pascal Maimon, Mitsubishi
2003 Hiroshi Masuoka/Andreas Schulz, Mitsubishi
2004 Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Mitsubishi
2005 Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Mitsubishi
2006 Luc Alphand/Gilles Picard, Mitsubishi
2007 Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret, Mitsubishi
2008 nicht ausgetragen 
2009 Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, Volkswagen
    

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