Sebastien Loeb und die neue Rolle als Privatfahrer

In Südafrika endete das Engagement von Peugeot in der Rallycross-Weltmeisterschaft. Nicht nur die Familie Hansen ist davon betroffen, auch Sebastien Loeb muss sich neu sortieren.

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26. November 2018

Michael Heimrich

Mit einem dritten Platz beim Finale in Südafrika verabschiedete sich Sebastien Loeb aus der diesjährigen Saison der Rallycross-Weltmeisterschaft.
„Unser Auto war hier schnell und zuverlässig, aber das haben wir ja bereits in der ganzen Saison bewiesen“, freute sich der Franzose. „Wir haben hart gearbeitet und zur Saisonmitte wichtige Verbesserungen am 208 WRX vorgenommen. Ich denke, für die erste offizielle Saison haben wir eine starke Leistung gezeigt.“
Doch die Vorstellung reichte nicht aus, um die Peugeot-Chefetage von einer Fortsetzung zu überzeugen. Völlig überraschend hatte Markenchef Jean-Philippe Imparato den Stecker gezogen und den Schritt mit der verspäteten Einführung der Elektro-Rallycrosser begründet, auf die man in Frankreich von Anfang an abzielte. Gut möglich, dass die Löwen-Marke deshalb in drei Jahren wieder mit dabei ist. Im März weiß man diesbezüglich mehr, denn dann endet die Einschreibefrist für die neue e-WRX, die 2021 startklar sein soll.

Bleibt Loeb der WRX treu?

In der Zwischenzeit sollen die Peugeots nicht von der Bildfläche verschwinden. Die Hansens wollen die Autos auf privater Basis einsetzen, haben dafür aber noch keine Zustimmung. In die Quere könnte ihnen ausgerechnet Sebastien Loeb kommen, der Ähnliches vorhat und auf diese Weise dem Rallycross treu bleiben könnte. Eventuell liegt bei einem Engagement von Loeb die Hemmschwelle der Peugeot-Chefetage niedriger, wenn es darum geht, aktuelle Technik aus der Hand zu geben.
„Ich weiß noch nicht, was ich kommendes Jahr tun werde“, so Loeb, der vom Peugeot-Ausstieg ebenfalls überrascht wurde. „Natürlich waren es keine guten Nachrichten, dass Peugeot dieses Programm beendet. Was mich betrifft: Ich werde neue Herausforderungen finden, vielleicht als Privatfahrer. Ich habe bereits über den Einsatz der Autos nachgedacht, aber es ist schwierig, das nötige Budget zu finden. Im Moment ist alles offen. Wir werden sehen.“

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