Rossetti auch in Italien vorn

Nur eine Woche nach dem gewonnenen EM-Lauf gewinnt Abarth-Pilot Luca Rossetti die Rally Adriatico und übernimmt auch hier die Meisterschaftsführung.

24. Mai 2010

Michael Heimrich

Rossetti auch in Italien vorn

Für Wirbel sorgte jedoch im Vorfeld die Rückkehr vom ehemaligen Abarth-Werksfahrer Umberto Scandola in die italienische Meisterschaft. Der junge Italiener ersetzte den beim Saisonauftakt 1000 Miglia glücklosen Eddie Sciessere im A-Style Team und startete mit einem neuen Ford Fiesta S2000. Und Scandola übernahm die Führungsarbeit nach der ersten Etappe.

Wer jetzt denkt, dass Scandola einmal mehr sein Auto weggelegt hat irrt, denn am zweiten Tag konnte der Ford-Pilot weiterhin gute Zeiten fahren. Letztendlich sprang jedoch nur der zweite Gesamtrang mit 13.8 Sekunden Rückstand für ihn heraus. Als schnellster Fahrer im Feld erwies sich Luca Rossetti, der Tag eins auf Rang zehn beendete. Der ehemalige Europameister nahm einen Rückstand von fast einer halben Minute in Kauf, um bei der Schotterrallye am zweiten Tag eine günstigere Startposition zu haben.

Rossetti pokerte richtig, denn am Ende konnte er problemlos gewinnen und somit auch die Führung in der italienischen Meisterschaft an sich reißen. Dritter wurde der Teamkollege Giandomenico Basso vor dem finnischen Gaststarter Teemu Arminen, der die Konkurrenzfähigkeit der Subaru Gruppe N-Fahrzeuge von Tommi Mäkinen Racing unter Beweis stellen konnte.

Nicht richtig in Fahrt kommt Jan Kopecky in Italien. Der Skoda-Werksfahrer schied mit Kupplungsschaden am zweiten Tag aus, nach der ersten Etappe belegte er die achte Position knapp hinter dem Auftaktsieger Paolo Andruecci. Der Peugeot-Pilot wurde zunächst von einem Reifenschaden auf die neunte Position zurückgeworfen und erlebte anschließend einen unangenehmen Unfall in der Prüfung mit einem entlang fahrenden Quad. Mehr als ein neunter Gesamtrang war für das gemischte Dopppel Adreucci/Andreussi nicht mehr drin.

Endstand Rally Adriatico 2010:
1. L. Rossetti/M. Chiarcossi – Fiat Grande Punto S2000 1:19:52.1
2. U. Scandola/C. Biondi – Ford Fiesta S2000 + 0:13.8
3. G. Basso/M. Dotta – Fiat GrandePunto S2000 + 1:07.3
4. T. Arminen/T. Nikkola – Subaru Impreza WRX + 1:14.1
5. R. Travaglia/L. Granai – Peugeot 207 S2000 + 1:30.7
6. M. Trentin/F. Zanella – Peugeot 207 S2000 + 1:40.1
7. P. Pesavento/G. Ciuci – Peugeot 207 S2000 + 1:48.5
8. A. De Dominicis/M. Daddoveri – Peugeot 207 S2000 + 1:53.4

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