ÖRM ohne Hermann Neubauer?

Dass Staatsmeister Raimund Baumschlager wohl keine volle Saison in der ÖRM 2018 bestreiten wird, dürfte ja bereits seit längerem bekannt sein. Die Nennliste der Jänner-Rallye lässt nun allerdings auch Raum für Spekulationen, was die Zukunft von Vize-Staatsmeister Hermann Neubauer angeht.

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28. Dezember 2017

Michael Heimrich

Eine gerissene Antriebswelle und ein paar Sekunden Zeitverlust: Hermann Neubauer musste im November tatenlos zusehen, wie ihm Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager den Titel auf der allerletzten Sonderprüfung um ein paar Sekunden vor der Nase wegschnappte. Auch wenn der junge Salzburger für viele Fans „Sieger der Herzen“ war: Die Enttäuschung saß tief, und nur wenige Tage nach der Rallye stand sein betagtes, doch bereits sechs Jahre altes Ford Fiesta WRC auf „rallycarsforsale.net“ zum Verkauf. 
Mittlerweile haben Hermann Neubauer und sein Teamchef Max Zellhofer, welcher seit Jahren als wichtigster Unterstützer, Förderer und Partner von Neubauer gilt, offenbar einen Käufer gefunden: Dem Vernehmen nach ist das Ford Fiesta WRC bereits auf dem Weg zu seinem neuen Besitzer nach Italien. Ein Gewinn für die ohnehin mit tollen Starterfeldern gesegneten Italiener, ein herber Verlust für die ÖRM – oder rüstet das Duo Neubauer-Zellhofer auf?
Mit Blick auf die Nennliste der Jänner-Rallye wohl eher nicht. Im dem 61 Teams starken Feld fehlt Hermann Neubauer nämlich komplett. Während die WRC-Kandidaten Niki Mayr-Melnhof (Ford Fiesta R5) und Gerwald Grössing (Mitsubishi Lancer) zumindest mit „Ersatzfahrzeugen“ eine Teilnahme anstreben, lässt der Salzburger die erste Rallye des Jahres im oberösterreichischen Mühlviertel aus – und damit wohl auch die restlichen Läufe der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft.
Bei nur einem „Streicher“ aber acht Wertungsläufen ist das Risiko, gleich zu Beginn der Saison sein Streichresultat mit einem Nichtantritt zu „verbrauchen“, viel zu groß. Dementsprechend engagiert spekulieren die österreichischen Fans, was die Zukunft von Hermann Neubauer bringt. Er selbst schweigt (noch) dazu – man muss aber kein Hellseher sein, um ein internationales Programm zu vermuten. Ein solches hat Neubauer immer wieder von sich aus angesprochen, zudem wäre es für den „Polo-Killer“ eine echte Herausforderung und der nächste logische Schritt in seiner Karriere. Bleibt die Frage: WRC2 oder ERC? Wahrscheinlich wünscht sich Hermann Neubauer ersteres, kann sich aber „nur“ Zweiteres leisten – es sei denn, es finden sich wider Erwarten noch zusätzliche Sponsoren.

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