Kopecky gewinnt Sibiu

Nach dem Ausfall von Bryan Bouffier kann niemand mehr mit Jan Kopecky mithalten. Der Tscheche sichert sich in Rumänien mit über drei Minuten Vorsprung den vierten Saisonsieg und baut seinen Vorsprung in der EM-Wertung weiter aus.

27. Juli 2013

Michael Heimrich

Kopecky gewinnt Sibiu

Sechs auf sechs für Jan Kopecky: Mit allen Bestzeiten hat der tschechische EM-Spitzenreiter im Skoda Fabia der Konkurrenz bei der zweiten Etappe der Rallye Sibiu keine Chance gelassen. Dabei war es nach Kopeckys Angaben härter, als es aussah: „Einfach toll, mein zweiter Sieg auf Schotter in diesem Jahr. Das war wirklich eine ruppige Angelegenheit.“ Die WP13 hatte sogar wegen des schlechten Zustands der Strecke abgesagt werden müssen. Mit der maximalen Punkteausbeute baut Kopecky seinen Vorsprung im EM-Klassement weiter aus.

Bryan Bouffier aus Frankreich hatte am Vortag in Führung liegend nach vier WP wegen eines gebrochenen Dämpfers, der eine Reihe weiterer Schäden auslöste, aufgeben müssen und auch sein Landsmann François Delecour wurde durch technische Probleme zurückgeworfen. Bahn frei für Kopecky, der seinen Vorsprung auf Delecour im Peugeot 207 bis ins Ziel auf 3:12,8 Minuten vergrößerte.

Toshi Arai beendet die Rallye Sibiu im Subaru Impreza mit 6:03,6 Minuten Rückstand auf Rang drei – damit steht der Japaner zum ersten Mal in der Europameisterschaft auf dem Treppchen. Lokalmatador Edwin Keleti fiel im Mitsubishi Lancer kurz vor Schluss auf Platz vier liegend aus, der Italiener Marco Tempestini im Skoda Fabia rückte nach. Rang fünf ging an den Ungarn David Botka (Mitsubishi Lancer).

Einen kuriosen Zwischenfall gab es für Raul Badiu: Der Rumäne hielt mitten auf der WP10 plötzlich das losgelöste Steuer seines Dacia Logan in den Händen. Der 2WD-Fahrer schaffte es dennoch irgendwie in den Service und fuhr am Ende Rang neun in der Klasse ein. Die Wertung gewann ein anderer Rumäne, Sebastian Barbu im Citroën DS3 R3, der sich auf der letzten WP an Landsmann Alexandru Filip (Renault Clio) vorbeischob. Die Ladies Trophy ging an Molly Taylor, deren einzige Konkurrentin Ekaterina Stratieva sich an Tag eins verabschiedet hatte.

GALERIE: Die Bilder der Sibiu-Rallye …

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