Fehlendes Interesse: Elektro-Rallycross-WM wird verschoben

Rückschlag für die Pläne von Rallycross-WM-Vermarkter IMG. Der für 2020 geplante Wechsel auf Elektroantrieb muss verschoben werden.

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16. August 2018

Michael Heimrich

Fehlendes Interesse: Elektro-Rallycross-WM wird verschoben

Mit viel Euphorie gingen WRX-Vermarkter IMG und einige Hersteller das Thema „Elektro-WM“ vor einem Jahr an. Doch jetzt folgt die Ernüchterung. Die geplante Einführung im Jahr 2020 muss auf 2021 verschoben werden.
Grund für die Entscheidung dürften die fehlenden Einschreibungen sein, denn die FIA hatte die Zusage von mindestens vier Herstellern verlangt, ehe man eine Weltmeisterschaft für Elektrofahrzeuge ausschreibt. Zwar waren in vorangegangenen Diskussionsrunden bis zu acht Marken vertreten, doch außer Peugeot und Volkswagen wollte sich offensichtlich bislang kein Unternehmen zur neuen Ära im Rallycross bekennen. Damit bleibt es vorerst beim Verbrennungsmotor.
Die aktuellen Supercars sollen aber auch nach 2020 noch eine wichtige Rolle an einem Rallycross-Wochenende spielen, vor allem um Fans, die mit Elektroantrieb bislang wenig anfangen können, nicht komplett vor den Kopf zu stoßen und weiter zu den Rennen zu locken.

So ist Elektro-Rallycross geplant

Wie bereits bei der Formel-E wird es zunächst deutliche Einschränkungen beim Reglement geben, um die Kosten gering zu halten und den Einstieg für neue Marken zu erleichtern. Erst in den Folgejahren wird es mehr Freiheiten für eigene Entwicklungen geben. 
Eingesetzt werden Silhouetten-Fahrzeuge, die jeweils einen Motor an Vorder- und Hinterachse haben, die zusammen 500 kW leisten. Batterie und Chassis sind Einheitsteile. Williams wird die Batterien in den ersten Jahren liefern, das Chassis kommt in diesem Zeitraum von Oreca. Beim Antriebsstrang orientiert sich das Reglement an der Formel-e und erlaubt eigene Entwicklungen, allerdings soll es auch hier strenge Vorgaben geben, um wie bereits erwähnt die Kosten niedrig zu halten. 
Motorsportschmieden können diesen Antriebsstrang kaufen und ihre eigenen Autos homologieren. Bedingungen sind neben der Verwendung der Einheitsbatterie und des Einheitschassis, das sich das Design von der Karosserie eines Serienmodells ableitet, dass die FIA genehmigt hat. 
Der Ablauf eines Wochenendes und das bisherige Format mit 12 bis 14 WM-Läufen pro Jahr bleibt erhalten, neben den beiden WM-Titeln für Fahrer und Teams wird es noch eine Team-Trophy geben, um Privatiers in die Meisterschaft zu locken.
Nachdem die erste Frist zur Einschreibung in die Elektro-Rallycross-WM erfolglos blieb, haben Hersteller nun bis zum 29. März 2019 Zeit, um ihr Interesse bei der FIA schriftlich zu hinterlegen. 

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