Etappensieg für Kleinschmidt

Jutta Kleinschmidt hat ihren ersten Etappensieg bei der diesjährigen Dakar-Rally eingefahren. An der Spitze behauptet sich weiterhin Stephane Peterhansel.

11. Januar 2005

Michael Heimrich

Etappensieg für Kleinschmidt

Jutta Kleinschmidt, die den größten Teil der insgesamt 695 Kilometer langen Strecke hinter den beiden führenden Mitsubishi-Piloten hergefahren war, erzielt ihren ersten Etappensieg bei der diesjährigen Dakar.

Die Deutsche hatte im Ziel einen Vorsprung von 1:04 Minuten auf Luc Alphand und lag 2:42 Minuten vor Stephane Peterhansel. Der Vorjahressieger bleibt aber weiterhin an der Spitze der Gesamtwertung und verliert nur wenige Minuten an seine Verfolger. Trotz des Tageserfolges liegt Kleinschmidt mit einem Rückstand von 1:08:03 Stunden deutlich auf Rang zurück. Rechte Freude wollte sich heute auch nicht einstellen, nachdem am Mittag ein weiterer Todesfall bei der Dakar bekannt wurde.

„Als ich nach 50 Kilometern die im Pulk fahrenden Mitsubishi-Piloten vor mir sah, merkte ich, dass ich Zeit gewonnen hatte. Im Kamelgras übersah ich eine Rille und beschädigte mir die Servolenkung, die danach nur noch in eine Richtung Wirkung zeigte. Da hatte ich auch eine Portion Glück, aber das gehört zur ?Dakar? einfach dazu. Dieser Tagessieg tut uns richtig gut, auch wenn wir uns heute nicht darüber freuen können“, so die Kölnerin.

Am Morgen der heutigen Etappe waren Hiroshi Masuoka und Co-Pilot Andy Schulz angetreten. Die beiden Mitsubishi-Piloten waren gestern mit einem Motorschaden vorsorglich ins Biwak zurück gekehrt, doch das Team entschied sich lieber auf die drei im Rennen verbliebenen Autos zu konzentrieren, als den Defekt zu beheben. „Wir sind beide sehr enttäuscht“, erklärte Beifahrer Schulz. „Es ist eine sehr harte Rallye in diesem Jahr geworden und es sind noch vier schwierige Prüfungen zu fahren. Eigentlich hatte ich gedacht, dass wir es bis zum Sonntag noch auf das Podium schaffen.“

Auch Andrea Mayer musste vorzeitig aufgeben. Ein Stein hatte den Kurbelwellensensor ihres Mitsubishis beschädigt, aber durch die über 1.050 Kilomter lange Verbindungsetappe war nicht mehr genügend Zeit für die Servicemannschaft vorhanden, um den Schaden rechtzeitig zu beheben.

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