Erster Sieg für Romain

Nach dem frühen Aus von Pieter Tsjoen setzt sich Alexandre Romain gegen seinen einzigen Widersacher Patrick Snijers durch.

28. Mai 2011

Michael Heimrich

Erster Sieg für Romain

Die Veranstaltung begann, wie mittlerweile jede Rallye in Belgien, bei der Pieter Tsjoen am Start steht – mit einer Tsjoen-Bestzeit. Auf der nur 8,5 Kilometer kurzen Prüfung schenkte er der Konkurrenz sage und schreibe 15 Sekunden ein! Doch die Freude währte nich lange, schon in der darauf folgenden WP übertrieb es Tsjoen und landete unnötig neben der Strecke.

Anschließend gab es eine weitere Überraschung. Erik van Loon übernahm die Führung, doch erwartungsgemäß konnte sich der niederländische Meister dort nur zwei Prüfungen halten.
Patrick Snijers und Alexandre Romain stürmten nach vorne, das Duell dauerte bis zur letzten WP! Zunächst bestimmte Snijers im alten Skoda Oktavia das Tempo, der Oldie kam auf den Schotterprüfungen besser zurecht.

Doch als in der zweiten Tageshälfte mehr auf Asphalt gefahren wurde, half Snijers seine ganze Erfahrung nichts mehr. Romain nutzte den Vorteil seines Citroen C4 WRC optimal aus und nahm ihm in WP acht die Führung ab. Allerdings musste Romain noch einmal zittern, nach der vorlezten Wertungsprüfung hatte er nur noch 3,9 Sekunden Vorsprung auf Snijers. Doch der junge Alexandre Romain behielt die Nerven und ließ sich nochmal die schnellste Zeit gutschreiben.

Der Belgier feierte den größten Erfolg seiner Karriere und gewann auch noch den BFO-Award. Dieser beschert ihm beim Saisonhiglight in Ypern einen kostenlosen zur Verfügung gestellten S2000er. Auf Platz drei kam Erik van Loon ins Ziel. Zwischenzeitlich musste er sich aber dem stark auftrumpfenden Freddy Loix geschlagen geben. Loix konnte ihm am Ende nichts entgegensetzen, sicherte sich aber sogar eine Bestzeit, obwohl er mit seinem S2000er gegen die WRCs keine Chance hat.

Vorzeitig verabschiedet hat sich auch Melissa Debackere, nachdem sie in den ersten drei Prüfungen nicht mithalten konnte, schied sie auf der Verbindungsetappe nach einem Unfall vorzeitig aus. Ebenfalls nicht ins Ziel kam Jonas Langenakens, mit seinem Gruppe-N lag er zwischenzeitlich sogar auf dem guten fünften Gesamtrang. Den Sieg in der seriennahen Klasse erbte Anthony Martin in einem weiteren Mitsubishi.

Endstand Sezoensrally 2011:
1. A. Romain/B. Brissart – Citroen C4 WRC 1:24:29.3
2. P. Snijers/P. Lopes – Skoda Oktavia WRC + 0:04.4
3. E. van Loon/H. Scholtalbers – Ford Focus WRC 08 + 0:57.1
4. F. Loix/F. Miclotte – Skoda Fabia S2000 + 1:26.7
5. G. Huzink/E. Mombaerts – Subaru Impreza WRC S12 + 2:27.8
6. H. Jonkers/A. Beurskenes – Mitsubishi Lancer Evo 6.5 + 4:18.3
7. A. Martin/A. Smets – Mitsubishi Lancer Evo X + 5:16.0
8. F. Biesheuvel/M. Schillemans – Subaru Impreza WRX STi + 7:20.0

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