Dienst nach Vorschrift

Die Arbeit der Ingenieure und Mechaniker bei der Rallye Dakar ist extrem wichtig. Ihre Tätigkeiten sind detailliert durchgeplant.

27. Dezember 2009

Michael Heimrich

Dienst nach Vorschrift

Wenn die fünf Volkswagen Race Touareg nach einer Etappe ins Biwak kommen, beginnt für die Mannschaft erst die eigentliche Arbeit: Innerhalb weniger Stunden müssen die 300 PS starken „Dakar“-Prototypen für den nächsten Tag technisch perfekt gewartet und frisch gewaschen am Start stehen. „Marathon-Rallyesport ist ein Teamsport. Die Arbeit der Ingenieure und Mechaniker ist extrem wichtig, sie stellen dank des täglichen Service den Piloten und Beifahrern stets das beste Material zur Verfügung“, erklärt Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen.

Detaillierte Arbeitspläne legen genau fest, welche Tätigkeiten beim abendlichen Service am Race-Touareg zu erledigen sind. Dafür verantwortlich ist Team-Direktor Rainer Fleischmann. „In der Tat macht man sich nicht beliebt, wenn man wie ich anderen Vorschriften macht, was sie wann wie zu tun haben“, erklärt er. „Aber es hat sich bewährt, das wir den Ablauf der täglichen Standardarbeiten – vom Biwak-Aufbau bis zum Service – in jedem Detail optimiert und schriftlich festgehalten haben.“

Mit Hilfe einer Chassis-Basis-Checkliste und integrierten Detaillisten für die Fachabteilungen Motor, Elektronik und Antriebsstrang wird die Arbeit klug und effizient verteilt. Auf Arbeitsplänen im DIN-A3- und A4-Format sind die einzelnen Tätigkeiten – wie das Prüfen und Wechseln von Komponenten – exakt festgehalten. Dabei hakt jeder – vom Car-Chief, der für das jeweilige Rennfahrzeug verantwortlich ist, über die drei Mechaniker pro Fahrzeug bis zu den Ingenieuren – ab, welche Arbeit erledigt wurde und bürgt mit seiner Unterschrift für die perfekte Ausführung. „Dieses Vorgehen hat eine enorme Ruhe in den Rallye-Alltag gebracht, dadurch haben es die Team-Mitglieder gut angenommen und professionell umgesetzt“, erklärt Fleischmann. „Das gibt uns die Stärke, auf unvorhergesehene Dinge, wie kleine Unfallschäden, optimal reagieren zu können. 

Der Race-Touareg besteht – das TDI-Triebwerk ausgenommen – aus etwa 5.000 Einzelkomponenten. Jedes Bauteil ist elektronisch katalogisiert. Mit Hilfe von Barcode-Scannern wird bereits während der Rallye jeder Austausch eines Teils erfasst. „Wir haben während der Marathon-Rallye genaue Informationen über die Laufzeit der einzelnen Komponenten und einen ständigen Überblick über das mobile Ersatzteillager auf den Service-Trucks, die rund 50 Tonnen Material für die Mannschaft transportieren“, erläutert der Team-Direktor. So sind die fünf Diesel-Prototypen am späten Abend im Biwak für die nächste Tagesetappe mit einer Länge von 182 bis 600 Wettbewerbskilometern optimal gerüstet.

Aktuelle Schlagzeilen

Rallye Coeur de France

Mutmaßliche Sabotage stoppt Cup-Spitzenreiter Arthur Roché

28. September 2026

61. ADAC Holsten Rallye

Ravenol DRC: Gerhard wird Zweiter beim Schotter-Fest

28. September 2026

Rallye Elba Storico

Delecour holt mit Peugeot 306 Maxi den EM-Titel

28. September 2026

Schotter-Cup

Schweden-Sieg an der Ostsee

28. September 2026

Zweite Halbzeit in der DRM

Video: Best of Rallye Stemweder Berg 2026

27. September 2026

Heißer Herbst in der DRM

Griebel gewinnt Rallye Stemweder Berg 2026

26. September 2026

Alle Schlagzeilen

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.

Der Upload läuft... bitte lassen Sie dieses Fenster geöffnet.