Bestzeit für Al-Rajhi – Peterhansel weiter vorn

Yazeed Al-Rajhi und Beifahrer Dirk von Zitzewitz sind mit ihrer ersten Bestzeit in die zweite „Dakar“-Woche gestartet. Spitzenreiter Stephane Peterhansel wird Zweiter und baut seinen Vorsprung wieder aus.

10. Januar 2021

Michael Heimrich

Eine sogenannte Marathon-Etappe: Am Abend zwischen dem siebten und achten Tag der Rallye Dakar ist kein Service durch die Mechaniker erlaubt, nur durch die Teilnehmenden selbst. Alles, was erlaubt war mitzunehmen, war eine Tasche mit Schlafsack und Badutensilien. Entsprechend ist auf dem ersten Teil dieser besonderen zwei Prüfungen kontrollierte Attacke gefragt – auch, um das Material zu schonen.

Das gestaltete sich auf dem Abschnitt zwischen Ha’il und Sakaka als nicht ganz leichte Aufgabe: Neben sandigen Pisten standen auch Abschnitte zwischen Geröll auf der Agenda, die Navigatoren waren mit dem Einhalten der Kompassrichtungen gefragt, um besonders rauem Gelände auszuweichen.

Schnellster Fahrer war Yazeed Al-Rajhi (Toyota), der zusammen mit Beifahrer Dirk von Zitzewitz 4:22 Stunden für die 453 Wertungskilometer brauchte. „Ein heißer Ritt. Wir haben gepusht, trotz Marathon-Etappe. Wir hatten in der ersten Hälfte einen Plattfuß, kurz vor dem Ende einen zweiten. Navigation war schwierig, haben wir aber gut hinbekommen“, erklärte von Zitzewitz.

Spitzenreiter Stephane Peterhansel (Mini) wurde Zweiter und kann seinen Vorsprung auf 7:53 Minuten ausbauen. Verfolger Nasser Al-Attiyah (Toyota) musste sich heute hinter Carlos Sainz (Mini) mit dem vierten Platz begnügen. Mit dem fünften Platz auf der heutigen Etappe haben Jakub Przygonski und CoTimo Gottschalk ihren vierten Rang in der Gesamtwertung gefestigt.

Zwischenstand nach 7. Etappe
01. Stéphane Peterhansel / Edouard Boulanger Mini 26:36:50
02. Nasser Al-Attiyah / Matthieu Baumel  Toyota +7:53
03. Carlos Sainz / Lucas Cruz  Mini +41:06
04. Jakub Przygonski / Timo Gottschalk Toyota +1:22:48
05. Nani Roma / Alexandre Winocq Prodrive +1:59:00
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So geht’s weiter

8. Etappe, Sakaka–Neom

Distanz: 709 km; Prüfung: 375 km
Start: 7:40 Uhr; Ziel: 11:57 Uhr (MEZ)

EIn bisschen weniger Sand unter den Rädern, mehr Pfade und zu Beginn kürzere Dünenabschnitte – der zweite Teil der Marathon-Prüfung führt von Sakaka nach Neom. Es gibt von Bergen geformte, schöne Landschaften zu sehen, teils mit dicken Felsen und offenem Terrain. Weite Täler mit Sandpisten und ausgetrockneten Flussbetten warten ebenfalls auf die Teilnehmenden.

Besonderheiten: Zweiter Teil der Marathon-Etappe
Tempo: Erster Teil der Prüfung auf Sandpisten mit Felsen, zweiter Teil in weiten Tälern
Navigation: Viele Abzweige, generell knifflig

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