Barborka Warszawska: Schneefall sorgt für einen Überraschungssieger.

Bei der 40. Auflage der Barborka Warszawska sorgten winterliche Bedingungen für einen unerwarteten Sieg von Michal Nowosiadly am Steuer eines Peugeot 206 XS Pokal-Fahrzeugs.

2. Dezember 2002

Michael Heimrich

Barborka Warszawska: Schneefall sorgt für einen Überraschungssieger.

[mw] Der auf drei Wertungsprüfungen ausgetragene Rallye-Sprint in der Hauptstadt Polens sorgte für einige Überraschungen. Bei den ersten beiden Wertungsprüfungen handelte es sich um eine Super-Special, wo zwei Fahrer gegeneinander antreten mussten. Als schnellster erwies sich in der ersten Prüfungen Mariusz Stec am Steuer eines Gruppe N-Mitsubishi Lancer. Der amtierende polnische Meister Leszek Kuzaj erreichte nur als fünfter das Ziel und die anderen Top-Favoriten schnitten sogar noch schlechter ab.

Der zweite Durchgang wurde durch den einsetzenden Schneefall erschwert und v.a. die mit hohen Startnummern zuerst startenden Fahrzeuge profitierten von den noch besseren Streckenverhältnissen. Hier war der 37-jährige Italiener Paolo Andreucci nicht zu schlagen, der sich mit seiner Bestzeit auf den zweiten Rang in der Gesamtwertung hinter Pawel Dytko vorarbeiten konnte.

Die dritte und letzte Prüfung wurde dann letztendlich in der Innenstadt Warschaus bei Dunkelheit ausgetragen, wo sich die Fans schon zwei Stunden vor dem Start rund um die kultige Wertungsprüfung ?Karowa“ versammeln. Der bei der Rallye vom Pech verfolgte Marcin Turski (Subaru Impreza WRC) musste als einer der ersten an den Start gehen und setzte auf der regennassen Fahrbahn eine Bestzeit, die von der bei winterlichen Bedingungen startenden Konkurrenz nicht mehr geschlagen werden sollte.

Sieger wurde somit völlig unerwartet der Peugeot 206 XS-Pilot Michal Nowosiadly, der bei allen drei Wertungsprüfungen am konstantesten unterwegs gewesen war. Der zweite Rang ging an Bohdan Ludwiczak in einem 600 PS starken Rallycross Ford Focus, der sich gegen Piotr Adamus, einen weiteren Peugeot-Pokal-Piloten, durchsetzten konnte. Der polnische Gruppe N-Champion Tomasz Czopik beendete die Veranstaltung auf dem siebten Rang, doch noch schlimmer erwischte es den Europa-Vizemeister Janusz Kulig, sowie den polnischen Meister Leszek Kuzaj, die im Ziel die Ränge fünfzehn und neunzehn erreichten.

Die Premiere des neuen Punto S1600 endete mit einem zwanzigsten Gesamtrang von Paolo Andreucci. Zwar konnte der 37-jährige Italiener eine Bestzeit setzten, doch trotzdem beendete er diese Veranstaltung nur ganz knapp vor dem Polen Sebastian Frycz, der in einem Opel Corsa S1600 unterwegs war.

Photos: Janusz Szewczak – [URL]www.barborka.pl[/URL]

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