Azoren-Rallye: Lukyanuk vorn – Schwarzer Tag für Deutsche

Am Ende des zweiten Tags der Azoren-Rallye kann sich Alexey Lukyanuk weiterhin an der Spitze behaupten. Für Marijan Griebel, Fabian Kreim und Albert von Thurn und Taxis gab es nichts zu bestellen.

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23. März 2018

Michael Heimrich

Azoren-Rallye: Lukyanuk vorn – Schwarzer Tag für Deutsche

Ein paar Kühe mitten auf der letzten Prüfung und ein Mauerkuss am Morgen, ansonsten verlief der Tag für Alexey Lukyanuk (Ford) ohne Probleme. Der Russe führt nach dem zweiten Tag der Azoren-Rallye das Klassement weiter an und kann sich wieder etwas von seinem Verfolger Ricardo Moura (Skoda) absetzen. Vor dem letzten Tag trennen die beiden Kontrahenten 21,8 Sekunden, eine lösbare Aufgabe für Lukyanuk, vorausgesetzt er behält die Nerven und leistet sich keinen Fahrfehler wie im Vorjahr.
Etwas Entspannung gab es am Nachmittag im Kampf um den dritten Rang. Bruno Magalhães (Skoda) kann sich zwar gegen Chris Ingram (Skoda) und Martin Koci (Skoda) durchsetzen, aber hier bereits von einer Vorentscheidung zu sprechen, wäre deutlich zu früh.
Im deutschen Lager herrschte dagegen wenig Grund zur Freude. Albert von Thurn und Taxis rollte sich auf der sechsten Prüfung zwar nach eigenen Angaben sanft über das Dach ab, doch dabei wurde der Käfig seines Skoda beschädigt und das zwang ihn zur Aufgabe. Teamkollege Fabian Kreim fing sich zum gleichen Zeitpunkt einen Reifenschaden ein. Weil er den Platten in der Prüfung wechseln musste, fiel er aussichtslos zurück. Am Nachmittag konnte Kreim nicht mehr nachlegen und erreichte keine Top-10-Zeiten.

Griebel gibt vorzeitig auf

Restlos bedient war Marijan Griebel. Der U28-Europameister haderte den ganzen Tag mit seinem Peugeot 208 T16 und der Abstimmung des Autos. „Ein absolutes Desaster“, fasste Griebel entnervt zusammen. Der Pfälzer liegt mit einem Rückstand von 3:36 Minuten auf dem 17. Rang. Angesichts der aussichtslosen Lage entschied Griebel mit Hinblick auf die angespannte Budgetlage vorzeitig aufzugeben.
Am letzten Tag der Azoren-Rallye stehen erneut sechs Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 51,9 Wertungskilometern auf dem Programm. Weiter geht es um 11:38 Uhr (MEZ), die letzte Prüfung startet um 18:18 Uhr (MEZ).

Zwischenstand nach WP9

1. Lukyanuk / Arnautov Ford Fiesta R5 1:11:34.0
2. Moura / Costa Škoda Fabia R5 +0:21.8
3. Magalhães / Magalhães Škoda Fabia R5 +0:32.4
4. Ingram / Whittock Škoda Fabia R5 +0:44.1
5. Koci / Schovánek Škoda Fabia R5 +0:56.0
6. Åhlin / Sjöberg Škoda Fabia R5 +1:37.9
7. Sousa / Cardoso Citroën DS3 R5 +1:54.9
8. Yates / Edmondson Škoda Fabia R5 +2:23.1
9. Larsen / Eriksen Ford Fiesta R5 +2:26.3
10. Vieira / Carvalho Hyundai i20 R5 +2:45.8

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