22. Rallye San Martino (EM2) – Travaglia mal wieder ohne Konkurrenz.

Die Starterliste der in Italien ausgetragenen Rallye San Martino versprach eine spannende Veranstaltung, doch einmal mehr war Renato Travaglia konkurrenzlos.

23. Juli 2002

Michael Heimrich

22. Rallye San Martino (EM2) – Travaglia mal wieder ohne Konkurrenz.

Den siebten Lauf um die diesjährige italienische Meisterschaft beherrschte am vergangenen Wochenende der Peugeot 206 WRC-Pilot Renato Travaglia. Der zur Europameisterschaft zählende Lauf mit dem niedrigsten Koeffizienten 2 versprach eine spannenden Kampf um den Sieg, da der Grieche Ioannis Papadimitriou (Ford Focus WRC) und der Italiener Giorgio De Tisi (Peugeot 206 WRC) gestartet sind.

Der in der Meisterschaft führende Travaglia hatte jedoch einmal mehr keine Probleme mit seiner Konkurrenz, da der unbekannte Giorgio De Tisi seinen Peugeot 206 WRC schon in der vierten Wertungsprüfung mit einem technischen Defekt abstellen musste. Aber auch der Ford-Pilot Papadimitriou hatte es nicht leicht, da er schon ab der zweiten Wertungsprüfung mit seinem Fahrzeug zu kämpfen hatte. Schließlich in der neunten Prüfung musste auch der Grieche seinen Wagen abstellen und die Rallye vorzeitig beenden.

Somit musste sich Renato Travaglia nur noch mit den S1600-Fahrzeugen messen, die jedoch nicht über die ganze Distanz das Tempo des einzig verblieben WRC´s mitgehen konnten. Der schnellste in der S1600-Kategorie und zweitschnellster überhaupt wurde einmal mehr der Fiat Punto-Pilot Paolo Andreucci, der noch letztes Jahr mit einem Ford Focus WRC die italienischen Wertungsprüfungen unsicher machte. Der zweitschnellste in dieser Kategorie wurde der amtierende S1600-Vizeweltmeister Andrea Dallavilla in einem Citroen Saxo, der insgesamt dritter wurde und schneller war als Oldrati im Peugeot 306 Maxi.

Renato Travaglia konnte trotz technischer Probleme bei der 22. Rallye San Martino vierzehn Wertungsprüfungen gewinnen und nach dem Gewinn dieser Veranstaltung sicherte er sich auch noch vorzeitig den Meistertitel. Auch der von seinen Fans liebevoll genannte "Ucci" konnte mit dem zweiten Rang in der Gesamtwertung den Titel in der S1600-Meisterschaft für sich entscheiden.

Ergebnis der 22. Rallye San Martino nach 18. Wertungsprüfungen:

1. Travaglia – Peugeot 206 WRC
2. Andreucci – Fiat Punto S1600 + 4:07.2
3. Dallavilla – Citroen Saxo S1600 + 4:22.0
4. Oldrati – Peugeot 306 Maxi + 7:00.8
5. Pedersoli – Fiat Punto S1600 + 8:10.3
6. Soppa – Lancia Delta Integrale + 8:30.5

[mw]

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