WP6: Zeltner gewinnt erste Etappe – Dobberkau stark

Spannung pur beim Saisonauftakt der Deutschen Rallyemeisterschaft im bayerischen Schongau. Am Ende der ersten Etappe führt überraschend Ruben Zeltner.

14. März 2003

Michael Heimrich

WP6: Zeltner gewinnt erste Etappe – Dobberkau stark

Riesen-Pech für Matthias Kahle und Peter Göbel auf der ersten Etappe des Saisonauftaktes im bayerischen Schongau. Bereits kurz vor dem Start zur zweiten WP streikte der Motor des Octavia WRC wegen fehlendem Öldruck und ließ sich nicht mehr starten.

„Das ist natürlich sehr schade, wir hätten den Fans gerne eine gute Show geboten“, erklärte der enttäuschte Champion anschließend. „WP 1 lief noch so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Auf der Verbindungsetappe ging dann an einem Abzweig ohne Vorwarnung der Motor aus. Beim Startversuch stellten wir fest, dass wir keinen Öldruck hatten und mussten aufhören.“

Ruben Zeltner nutze die Gunst der Stunde und übernahm am späten Nachmittag die Führung in der Gesamtwertung und konnte diese bis zum Abend gegen die Attacken der starken Konkurrenz erfolgreich verteidigen. „Es läuft alles gut und wir haben keinerlei Probleme. Auf den letzten Prüfungen habe ich nicht mehr alles riskiert“, erklärte Ruben.

Mit nur 6.7 Sekunden Rückstand bleibt Sandro Wallenwein weiter in Schlagdistanz, dicht gefolgt von Hermann Gassner auf dem dritten Rang. Wallenwein verlor zwar auf dem Rundkurs ‚Altenstadt 1‘ wertvolle Zeit, zeigte sich aber dennoch zufrieden. „Wir hatten einen problemlosen Tag“, erklärte der Stuttgartet.

In der Klasse der Super1600-KitCars konnte Rainer Jostes seine Führung ins Etappenziel fahren. „Ich bin selber erstaunt, dass es so gut für uns läuft“, erklärte Rainer. „Der Kampf mit Carsten macht richtig Spaß, nur schade, dass Horst bereits ausgeschieden ist.“

Carsten Mohe konnte zwar einige Zeit gut machen und den Rückstand auf 9.3 Sekunden zum Citroen-Piloten verkürzen. „Ich lerne das Auto immer besser kennen. Es scheint aber so, als ob wir eine etwas zu kurze Getriebeübersetzung gewählt haben“, erklärte der Crottendorfer.

Überraschend stark präsentiert sich Ronny Amm. Der Frauenwalder kann nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auf seinem neuen Mitsubishi Lancer Evo 6 die Zeiten der Spitzengruppe mitgehen und zeigte sich zufrieden. „Das Auto geht saugut. Wir wollen jetzt weiter nach vorn kommen“, begeisterte sich Ronny.

Sein ehemaliger Fahrlehrer Olaf Dobberkau kann bei seinem ersten Einsatz seit fast einem Jahr ebenfalls auftrumpfen. Am Ende des Tages landete der Schleusinger auf dem fünften Rang. „Ich muss mich erst einmal an das Auto gewöhnen und bin froh, wieder dabei zu sein. Aber es läuft schon richtig gut“, erklärte Olaf.

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