WP19: Ruben Zeltner gewinnt Saisonauftakt

Damit hätte wohl kaum jemand gerechnet: Ruben Zeltner gewinnt den Saisonauftakt der Deutschen Rallyemeisterschaft im bayerischen Schongau.

15. März 2003

Michael Heimrich

WP19: Ruben Zeltner gewinnt Saisonauftakt

Ruben und Thomas Zeltner konnten bereits auf der gestrigen Etappe die Führung im Gesamtklassement übernehmen und verteidigten diese erfolgreich bis ins Ziel. „Ein schöner Erfolg. Wir wollten den Zuschauern am Ende eine gute Show bieten und freuen uns über den Sieg“, erklärte Ruben im Ziel. Auf die Frage, ob er nach seinem ersten Erfolg in der DM eine komplette Saison plane, lächelte der Mitsubishi-Pilot und meinte, „eine volle DRM-Saison steht nicht zur Debatte!“

Auf den zweiten Platz landete Hermann Gassner (+40.5), der mit diesem Ergebnis den Klassensieg in der Gruppe-N feiern konnte und die Führung in der Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaft übernahm.

Maik Stölzel und Thomas Windisch können sich am Ende ihres ersten Einsatzes mit dem neuen Skoda Octavia WRC über einen dritten Platz freuen. „Für uns ist es ein gigantischer Einstieg in die DRM“, erklärte Co-Pilot Windisch. „Aus Sicherheitsgründen hatten wir das Umluftsystem des Turboladers stillgelegt, das kostet allerdings auch etwas Leistung. Ansonsten gab es eigentlich keine Probleme ? ein Gefühl, dass wir lange nicht mehr hatten. Der Fahrzeugwechsel war der richtige Schritt.“

Im spannenden Kampf um Rang vier setzte sich am Ende Olaf Dobberkau gegen Andreas Gerst und Dark Liebehenschel durch. Im Ziel war der Schleusinger lediglich 0.5 bzw. 2.1 Sekunden schneller als seine beiden Kontrahenten und zeigte sich im Ziel überglücklich. „Ein Wahnsinns-Ergebnis. Trotz unseres Getriebedefektes haben wir dennoch den vierten Rang erreicht“, kommentierte Olaf im Ziel.

In der Super 1600-Meisterschaft konnte Carsten Mohe den ersten Saisonsieg feiern und sich gegen Rainer Jostes klar durchsetzen. „Ich bin im Verlauf der Rallye immer besser mit dem Auto zurecht gekommen“, erklärte der Crottendorfer. „Unser Getriebe war zu kurz übersetzt, das hat uns auf den langen Geraden sehr viel Zeit gekostet.“ – „Wir hatten hinten neue Reifen montiert und die rutschten in der WP Burggen irgendwie weg, so dass ich mich rückwärts in einen Reifenstapel gedreht habe. Dabei ging der Motor aus und wir haben wertvolle Sekunden verloren“, erklärte Rainer Jostes im Ziel.

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