Die Porsche-Fraktion geht mit vorsichtigem Optimismus in den vierten Lauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft. Rund um Lübbecke warten schnelle Asphaltprüfungen mit langen Passagen, zahlreichen Abzweigen und wechselnden Rhythmuswechseln. Genau dort könnte der heckgetriebene 911 Rally GT seine Stärken besser ausspielen als zuletzt.
Carsten Mohe sieht den Stemweder Berg deshalb als wichtige Standortbestimmung, der Routinier warnt dennoch davor, die Rallye zu sehr auf das Auto zu reduzieren: „Bei so einer schnellen Rallye dürfen wir uns keine Fehler erlauben. Der Aufschrieb muss exakt passen, denn das gibt dir das nötige Vertrauen, um richtig schnell zu fahren.“
Mohe mit frischem Vertrauen
Nach dem Ausrutscher bei der Rallye Mittelrhein ist der Porsche von Mohe wieder vollständig instand gesetzt. Vor zwei Wochen nutzte das Team die Rallye Grünhain als Vorausfahrzeug, um das Auto nochmals unter realistischen Bedingungen zu überprüfen. „Dieser Test gibt uns zusätzliche Sicherheit“, sagt Mohe.
Tannert sieht ähnliche Chancen
Julius Tannert geht mit einer ähnlichen Erwartungshaltung an den Start. „Ich glaube, dass die Charakteristik der Rallye unserem Porsche gut liegen sollte“, sagt der Sachse. „Trotzdem müssen wir alles zusammenbringen, wenn wir hier ein starkes Ergebnis einfahren wollen.“
Vor allem die langen, schnellen Passagen und die vielen Abzweige passen aus seiner Sicht zum Auto. Dass dabei kaum Spielraum bleibt, ist ihm bewusst: „Die Leistungsdichte ist hoch und kleine Fehler werden sofort bestraft.“
Am Donnerstag steht deshalb für ihn noch ein abschließender Test auf dem Programm. Dabei sollen Setup und Abstimmung des 911 Rally GT auf die Bedingungen rund um Lübbecke angepasst werden.
Schnelle Rallye, wenig Spielraum
Die 55. Rallye Stemweder Berg umfasst 14 Wertungsprüfungen mit insgesamt rund 145 Kilometern. Der Start erfolgt am Freitag um 17:01 Uhr auf dem Marktplatz in Lübbecke.
Vier Prüfungen stehen am Freitag auf dem Programm, am Samstag folgen zehn weitere. Der Rundkurs bei Petershagen wird erneut mehrfach gefahren. Beim zweiten Durchgang am frühen Abend starten jeweils vier Fahrzeuge in kurzen Abständen, direkte Duelle und Überholmanöver sind damit durchaus möglich.



