Tannert: „Wir müssen das Tempo erhöhen“

Philip Geipel führt die Deutsche Rallye Meisterschaft mit zehn Punkten an. Verfolger Julius Tannert hofft nach der Sommerpause auf eine Trendwende, doch alles spricht für einen weiteren Fahrer.

17. August 2022

Michael Heimrich

Tannert: „Wir müssen das Tempo erhöhen“

Der Titelkampf in der Deutschen Rallye-Meisterschaft spitzt sich zu. Nach der Sommerpause ist die Saarland-Pfalz Rallye am kommenden Wochenende Schauplatz des fünften von insgesamt sieben Saisonstopps.

In der Top-Klasse DRM haben sich vier Fahrer-Duos vom Feld abgesetzt und liegen innerhalb von 24 Punkten dicht beieinander. Julius Tannert und Frank Christian (VW Polo GTI R5) haben die Meisterschaft fest im Visier, doch der ganz große Wurf will den Tabellenzweiten bisher nicht gelingen.

„Wir müssen einfach mal gewinnen, wenn wir am Ende den Titel holen wollen“, stellt der Zwickauer klar. „Die Saarland-Pfalz Rallye ist anspruchsvoll und findet teilweise auf ehemaligen WM-Strecken statt. Es wird eine schnelle Angelegenheit und wir wollen auf jeden Fall vor Philip (Geipel) auf dem Podium stehen. Es wird wieder um Sekunden gehen.“

Der Mann der Stunde ist allerdings der aktuelle DRM-Champion Marijan Griebel. Der 33-Jährige geht mit Tobias Braun im Cockpit eines Citroën C3 Rally2 nach zwei Siegen hintereinander selbstbewusst in seine Heim-Rallye, denn in Hahnweiler wohnt er nur knapp 20 Auto-Minuten von St. Wendel entfernt.

„Natürlich will ich um den Sieg mitfahren, denn ich kenne die Rallye gut. Sie ist ein Mix aus Asphalt- und Schotter-Passagen, führt über ehemalige Weltmeisterschaftsstrecken und ist recht hügelig. Als Lokalmatador gelte ich als Favorit, aber das kenne ich hier. Kann ich das am Ende bestätigen, ist alles gut“, so Griebel.

Die Saarland-Pfalz Rallye startet am Freitagnachmittag (19. August) um 17 Uhr vor der historischen Kulisse des Schlossplatzes in St. Wendel. Danach wird es für die Teilnehmer ernst, die Wertungsprüfungen Haupersweiler und Windpark müssen jeweils zweimal absolviert werden. Auf der zweiten Etappe am Samstag folgen weitere zehn Abschnitte, insgesamt stehen 14 Wertungsprüfungen mit einer Länge von 141 Kilometern auf dem Programm.

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